
Was ist Umami eigentlich?
Süß, sauer, salzig, bitter – und umami. Umami ist die fünfte Grundgeschmacksrichtung und beschreibt diesen herzhaft-vollmundigen Geschmack, der ein Gericht irgendwie tiefer und runder schmecken lässt.
Verantwortlich dafür ist vor allem Glutamat – und das ist zunächst einmal nichts Künstliches. Glutamat kommt von Natur aus in zahlreichen Lebensmitteln vor, zum Beispiel in reifen Tomaten, Pilzen, Algen, Sojasauce oder Parmesan.
Besonders spannend: Umami entsteht nicht nur durch eine einzelne Zutat. Bestimmte natürliche Umami-Komponenten können sich gegenseitig in ihrer Geschmackswirkung verstärken. Deshalb funktionieren Kombinationen wie Tomate und Pilze oder Pilze und Sojasauce geschmacklich so gut zusammen.
Natürliches Umami und E621 – was ist der Unterschied?
Wer Glutamat hört, denkt häufig zuerst an E621. Dahinter steckt Mononatriumglutamat, das Lebensmitteln gezielt als Geschmacksverstärker zugesetzt werden kann.
Heute wird Mononatriumglutamat üblicherweise mithilfe von Fermentation hergestellt. Mikroorganismen wandeln dabei Zucker in Glutaminsäure um. Diese wird anschließend gewonnen, gereinigt und mit Natrium zu Mononatriumglutamat verarbeitet.
Wichtig dabei: Das Glutamat in E621 ist chemisch gesehen nicht grundsätzlich etwas anderes als das Glutamat, das natürlicherweise beispielsweise in einer reifen Tomate vorkommt.
Der Unterschied liegt für uns deshalb weniger im Glutamat selbst, sondern darin, wie der Geschmack im Produkt entsteht.
Bei unseren Umami-Gewürzen setzen wir auf das Zusammenspiel aromatischer Zutaten. Tomaten bringen Fruchtigkeit, Säure, Süße und natürliches Umami mit, Shiitake und Steinpilze sorgen für intensive erdige und herzhafte Noten, Sojasauce steuert fermentierte Würze bei und Rauch- und Röstaromen geben zusätzliche Tiefe.
So entsteht Umami nicht isoliert, sondern als Teil eines komplexen Geschmacksbildes.
Umami ist nicht gleich Umami
Und genau hier wird es spannend: Umami muss nicht immer gleich schmecken. Es kann grün und kräuterig, intensiv herzhaft oder kräftig rauchig sein.
Unsere drei Umami-Gewürze zeigen drei ganz unterschiedliche Seiten dieser Geschmackswelt:
Green Umami – kräuterig, grün und würzig
Umami Finisher – herzhaft, intensiv und vielseitig
Smoky Umami – kräftig, rauchig und würzig
Schauen wir uns die drei etwas genauer an:
Green Umami – die grüne Seite von Umami
Umami muss nicht immer dunkel, rauchig oder besonders kräftig schmecken. Green Umami zeigt die frischere, kräuterige Seite.
Schnittlauch und Petersilie geben der Mischung ihren grünen Charakter, während Hanfsaat eine leicht nussige Note mitbringt. Zwiebel, Paprika, Schabzigerklee und Gewürze sorgen für zusätzliche Würze und Tiefe.
Das macht Green Umami zum perfekten Begleiter für Gerichte, bei denen die Kräuter im Vordergrund bleiben sollen: Kartoffeln, Gemüse, Salate, Quiches, Dips oder Eierspeisen bekommen damit im Handumdrehen mehr Würze und Komplexität.
Unser Tipp: Probier Green Umami auf Ofenkartoffeln, in einem Kräuterquark oder als Finish über geröstetem Gemüse.
Umami Finisher – wenn noch das gewisse Etwas fehlt
Du kennst diesen Moment, wenn ein Gericht eigentlich fertig ist – aber geschmacklich noch irgendetwas fehlt? Genau dafür gibt es den Umami Finisher.
Hier treffen gleich mehrere Zutaten aufeinander, die für intensive herzhafte Aromen sorgen: Tomate, Shiitake und Steinpilz werden mit Röstzwiebeln, Sojasauce, Paprika und Liebstöckel kombiniert. Ein wenig Rauchsalz bringt zusätzliche Tiefe ins Spiel.
Das Ergebnis ist intensiv würzig und gleichzeitig vielseitig. Wie der Name schon sagt, kannst du den Umami Finisher einfach über das fertige Essen geben und nach Geschmack dosieren.
Besonders gut passt er zu Pasta, Bowls, Suppen, Saucen, Risotto, Gemüse und Kartoffelgerichten – oder ganz unkompliziert auf ein Avocadobrot.
Unser Tipp: Stell den Umami Finisher einfach mit Salz und Pfeffer auf den Tisch. So kann jede:r nachwürzen, bis die perfekte Portion Umami erreicht ist.
Smoky Umami – Umami mit ordentlich Raucharoma
Du magst kräftige Röstaromen? Dann ist Smoky Umami deine Umami-Welt.
Die Basis bilden Rauchsalz, geräucherte Paprika und Röstzwiebeln. Sojasauce bringt zusätzlich herzhafte Tiefe, während Thymian, Pfeffer und Wacholderbeeren der Mischung ihren würzigen Charakter verleihen. Etwas Kokosblütenzucker balanciert die kräftigen Aromen aus.
Smoky Umami eignet sich deshalb besonders gut, wenn du Gerichten einen rauchigen, herzhaften Geschmack verleihen möchtest – ganz ohne Speck.
Probier es zu Ofenkartoffeln, Grillgemüse, Pilzen, Tofu, Linsen, Bohnen, Burgern oder herzhaften Saucen.
Unser Tipp: Besonders spannend ist Smoky Umami in vegetarischen und veganen Gerichten, denen du mehr Rauch- und Röstaromen geben möchtest.
Welches Umami-Gewürz passt zu welchem Gericht?
Du kannst dich nicht entscheiden? Musst du auch nicht. Denn die drei Mischungen erfüllen ganz unterschiedliche Aufgaben:
- 🌿 Green Umami: wenn es kräuterig, frisch und würzig sein soll – ideal für Gemüse, Kartoffeln, Salate und Dips.
- 🍅 Umami Finisher: wenn deinem fertigen Gericht noch Tiefe und herzhafte Würze fehlen – unser vielseitiger Allrounder zum Nachwürzen.
- 🔥 Smoky Umami: wenn du kräftige Rauch- und Röstaromen suchst – besonders gut zu Ofengerichten, Hülsenfrüchten, Pilzen und Gegrilltem.
Umami ohne kompliziert zu kochen
Das Schöne an Umami: Du brauchst dafür kein aufwendiges Rezept. Manchmal reicht schon eine Prise über Ofengemüse, Pasta oder ein belegtes Brot, um aus wenigen Zutaten ein deutlich spannenderes Gericht zu machen.
Und genau dafür sind unsere drei Mischungen gedacht: Green, herzhaft oder smoky – such dir die Umami-Welt aus, die gerade zu deinem Essen passt.