Naomi Meran: einfache orientalische Küche für Zuhause

Wir freuen uns, Ihnen in diesem Monat eine unserer Lieblingsbloggerinnen vorzustellen (http://www.limonrimon.ch/): Naomi Meran. Sie lebt seit vielen Jahren in der Schweiz, hat aber orientalische Wurzeln, und das zeigt sich deutlich in ihrer Küche, in der Gewürze eine entscheidende Rolle spielen. Wir empfehlen Naomis Blog LimonRimon, wo zahlreiche tolle Rezepte (darunter viele mit unseren Gewürzen) zu entdecken sind. Naomi bemüht sich darum, die Schweizer Blogger-Community zusammenzubringen, und bietet regelmäßig Workshops für digitale Unternehmer zu den Themen Influencer Marketing und Content Creation an.

 

1. Seit wann sind Sie Food-Bloggerin und wie hat es angefangen?

Ich habe meinen Blog im Mai 2014 gestartet, um so meine Interessen fürs Essen, für die Fotografie und die sozialen Medien zu verbinden. Ich war Beraterin bei einer Online-Marketing-Agentur und gab Workshops für Unternehmen im Bereich Content Marketing. Blogs spielen vor allem für Kleinunternehmen eine große Rolle, weil sie damit ihre Sichtbarkeit im Netz optimieren können. Mir reichte der Unterricht allein nicht mehr aus, also habe ich einen eigenen Blog aufgebaut. Mein Fokus war klar: Da ich schon immer gern gekocht habe und in einer schweizerisch-israelischen Familie aufgewachsen bin, habe ich die Küche des Nahen Ostens schon immer geliebt.

 

2. Sie haben einen sehr charakteristischen Stil. Was möchten Sie mit Ihren Bildern und Rezepten vermitteln?

Meine wichtigste Botschaft: Jedes Rezept erzählt seine eigene Geschichte, hat seinen eigenen Charakter und seinen eigenen Geschmack. Das möchte ich auch mit meinen Bildern zeigen. Die Zeit für die Settings der Bilder und das Foodshooting beanspruchen mindestens so viel Zeit wie das eigentliche Kochen. Kochen und Essen sind für mich sehr sinnlich und auch beruhigend. Meine Rezepte sind nicht kompliziert – jeder kann also ein orientalisches Gericht zu Hause zubereiten. Und natürlich möchte ich die Leute dazu inspirieren, neue Rezepte und Kombinationen auszuprobieren, also neue Geschichten zu erfinden.

 

3. Welche Köche und Blogger inspirieren Sie? Wer sind Ihre Favoriten?

Natürlich lasse ich mich von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi inspirieren. Ich sehe aber auch gerne, was junge Köche gerade in Israel tun.

Blogs wie https://ourfoodstories.com/, http://kraut-kopf.de/ oder http://www.ezgi-polat.com inspirieren mich mit ihrem fotografischen Stil.

 

4. Gibt es für Sie eine Lieblingsküche oder ein Lieblingsrezept? 

Meine Lieblingsküche per se gibt es nicht… ich bevorzuge jedoch mediterran, orientalisch und asiatisch. Ich liebe die thailändische Küche sowie die indische oder vietnamesische Küche. Zuhause lege ich Wert darauf, saisonal und regional einzukaufen. Ein Lieblingsrezept? Das ist sehr schwierig zu sagen. Es hängt davon ab, wo ich mich befinde: In Europa liebe ich frischen Fisch mit ein bisschen Salz und Olivenöl, in Tel Aviv liebe ich den Streetfood und in Fernost alle Arten von Suppen und Curries.

 

5. Welche Rolle spielen Gewürze in Ihrer Küche? 

Gewürze sind für mich die Seele eines jeden Rezepts. Die Gewürze und Kräuter erzählen die Geschichte eines Rezepts, sie erzählen von seiner Herkunft und seinem Land. Der Geruch von Gewürzen in meiner Nase lässt meine Gedanken wandern und inspiriert mich zu neuen Kreationen und Rezepten. Es gibt bei mir keine Reisen ohne Besuch der lokalen Märkte, denn hier entdecke ich die Gerüche eines Landes. Gewürze und Geschmäcker können für mich aber auch Identität und Heimat bedeuten. Bei jedem Besuch bei meinen Eltern, machen wir immer als erstes einen Rundgang im Garten.

 

6. Was ist Ihr Liebling unter den Gewürzmischungen?  

Ich liebe Za’atar. Za’atar ist der arabische Name für eine Kräutermischung, die in der israelischen Küche häufig verwendet wird. Der Geruch von Za’atar führt mich sofort zurück in meine Geburtsstadt Tel Aviv mit ihren Märkten und Restaurants. Za’atar ist eine mehrjährige Pflanze, die auch unter den Namen wilder Thymian, Bibel-Ysop oder libanesischer Oregano bekannt ist. Za’atar als Gewürzmischung besteht aus getrockneten Kräutern, Sesam, Sumach und Salz. Mit regionalen Unterschieden variiert auch die Mischung sehr von Region zu Region und von Familie zu Familie, und oft ist sie ein streng gehütetes Geheimnis. Das liebe ich.