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Die Alltagsklassiker. Einfach. Lecker.

Wir alle kennen es:

Wer von der Arbeit nach Hause kommt, bringt zwei Dinge mit. Viel Hunger und wenig Energie.
Ein Problem, aus dem nicht nur unzählige Fast Food Ketten entspringen, sondern leider auch ungesunden Kochgemütlichkeiten. Ein Problem, das wir nicht akzeptieren wollten und es uns daher vorgeknöpft haben.
Das Resultat, unsere neue Produktpalette: Die Alltagsklassiker.

Pasta“, „Bratkartoffel“, „Fisch“, „Hähnchen“, „Schweinebraten“, „Gulasch“ und „Holy Greek“. So heißen die neuen Gewürzmischungen. Allesamt wurden sie von Philipp selbst, unserem Head of Taste, konzipiert und abgeschmeckt. Nach dem Prinzip „einfach und geschmackvoll“ sollen sie eure Feierabende zukünftig wesentlich entspannter machen.

Natürlich hat uns Philipps Erfahrung als ehemaliger Küchenchef dabei enorm geholfen. Wer exzellent kochen kann, weiß eben, dass es keinen Schnippel- und Kochmarathon braucht, um am Ende auf exzellenten Geschmack zu kommen. Ganz allein die Zutaten können das Geschmacksschauspiel entscheiden.

Unsere Alltagsklassiker zeichnen sich durch drei bestimmte Punkte aus.


Einfach frische Gewürze.

Philipp hat sich bemüht unsere neuen „Alltagsklassiker“ besonders frisch zu gestalten. Davon profitieren gerade das „Fisch“ wie auch das „Holy Greek“ Gewürz. Wer auf die grobgekörnte Schinusbeere beißt oder den Sumach auf der Zunge zergehen lässt, wird verstehen wovon wir hier schreiben. Frische Gewürze schenken jedem Essen, ob mitgekocht oder „nur“ als Topping, einen einzigartigen Geschmack.


Klasse kombiniert.

Wer schnell kochen möchte, wird nicht auf besonders viele Zutaten zurückgreifen. Deswegen hat das Philipp schon im Voraus getan. Das Hähnchengewürz zum Beispiel: Die salzige Gewürzmischung begrüßt Euch erst mit einer leichten Paprikaschärfe, bekommt dann die Gesellschaft einer süßen Tomate und lässt euch dank des Kurkumas noch lange nach dem ersten Happen an den vollen Geschmack erinnern.
Gut kombinierte Gewürzmischungen kompensieren einfach jegliche Koch-Gemütlichkeit.


Kreative Allrounder.

Es ist wichtig, nicht jeden Tag das Gleiche zu essen. Ein ausgewogenes Essen tut Körper und Seele gut. Dementsprechend können wir von Glück reden, dass unser intelligenter Magen da mitdenkt und bei jeder Essentscheidung entscheidend mitredet. Aber nicht nur der Magen, auch Philipp hat mitgedacht. So hat er Fokus darauf gelegt, dass all unsere neuen Alltagsklassiker auch Alltags-Allrounder sind. „Pasta“ kann auch Pizza. „Bratkartoffel“ kann auch Pastinake. Wer abwechslungsreich kochen möchte, braucht auch abwechslungsreiche Gewürze.


Frisch im Netz. Philipps Fisch Gewürz Rezept.

Und? Ist euer Appetit geweckt? Oder kam schon der Hunger? Beides wäre okay.
Denn hier geht’s zum neuen super leckeren Saibling-Rezept von Philipp. Also, genug gequasselt.

5 Cocktail-Rezepte von Anna Albrecht

Bloody Mary mit grünem Pfeffer

Zutaten für 1 Glas:
4 cl Grünpfeffer-Wodka
0,5 cl frischer Limettensaft
2 TL hausgemachte BBQ Sauce
1 Messerspitze SoulSpice Habanero
1 Prise SoulSpice Fleur de Sel
15 cl Tomatensaft

bloody mary - Anna Albrecht - Cocktail GewürzDekoration:
Rosmarin- oder Thymianzweig
und gefrorene gelbe Cherrytomaten

Glas:
Großer Whiskeytumbler

Zubereitung:
1. Grünpfeffer-Wodka: 2 EL SoulSpice Pfeffer in 1 Liter Wodka 4-5 Tage einlegen.
2. Hausgemachte BBQ-Sauce: ½ Zwiebeln, 200 g Tomatensauce, 1 Knoblauch, 5 TL Kokosblütenzucker, 3
TL Balsamico Essig, 1 EL SoulSpice Minty Memphis zusammen aufkochen und pürieren. Wichtig ist, dass die Sauce kein zusätzliches Fett enthält.
3. Alle Zutaten mit Eiswürfeln mischen und in den vorgekühlten Whiskeytumbler geben.
4. Die gefrorenen Cherrytomaten dazu geben, damit der Drink kühl bleibt und nicht verwässert.
5. Am Schluss einen Rosmarin- oder Thymianzweig hineingeben, Drink ohne Strohhalm servieren!


My Rum Chai

My Rum Chai - Cocktail GewürzeZutaten für 1 Glas:
3 cl Havana Rum
3 cl Vollrahm/Sahne
3 cl Chai-Sirup
1,5 cl Orangensaft

Dekoration:
Zuckerrand mit Kokosblütenzucker
aus Java.

Glas:
Champagnerschale, -kelch

Zubereitung:
1. Chai-Sirup: 200 g (Kokos-) Zucker, 100 g Wasser, 5 g SoulSpice Chai Tee Gewürz aufkochen, bis der Zucker sich auflöst und dann absieben, um die Gewürzreste zu entfernen.
2. Glasrand mit einem Orangenschnitz befeuchten und anschließend vorsichtig in Kokosblütenzucker drücken.
3. Alle Zutaten mit viel Eis kräftig shaken und ohne Eiswürfel in das Glas geben.


Züri Drink No. 4

Zuri Drink - Anna Albrecht - Cocktail GewürzZutaten für 1 Glas:

5 cl Turicum Gin
3 cl frischer Limettensaft
2,5 cl Runny Honey
6-8 Kardamomkapseln
Schwarzer Urwaldpfeffer aus Kerala

Glas:
Martiniglas

Zubereitung:
1. Runny Honey: 100 g Blütenhonig mit 4 cl Wasser kurz aufkochen, damit er flüssig bleibt und sich beim
Mixen schneller auflöst.
2. Die Kardamomkapsel mit einem Mörser zerstossen und in den Shaker geben.
3. Restlichen Zutaten dazugeben und sehr kräftig mit Eiswürfeln shaken.
4. Drink durch ein Barsieb in die vorgekühlte Martinischale geben, um die Kardamomreste zu entfernen.
5. Mit 1½ Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle bestreuen. Ohne Strohhalm servieren!


Spiced Godfather

Spiced Godfather - Anna Albrecht - Cocktail GewürzeZutaten für 1 Glas:
6 cl Rye Whiskey
0,7 cl Spiced Amaretto
1 Spiced Thurgauer Kirsche
1 Roggenhalm
1 großer runder Eiswürfel

Dekoration:
Mit einer Spiced Thurgauer Kirsche
und einem Roggenhalm dekorieren.

Glas:
Whiskeytumbler

Zubereitung:

1. Spiced Amaretto: 20 cl Amaretto, 12 Kardamom Kapseln, 8 Nelken zusammenmischen und eine Woche ziehen lassen. Amaretto durch ein Sieb gießen, um die Gewürzreste zu entfernen.
2. Spiced Thurgauer Kirsche: 10 cl Spiced Amaretto, 10 cl Rey Whiskey, 2 EL Kokosblütenzucker in ein Einweckglas geben und mit Kirschen füllen. Zwei bis drei Wochen an einem dunklen Ort stehen lassen, aufpassen das die Kirschen ganz mit Alkohol bedeckt sind, da sie sonst schimmeln können.
3. Whiskey und Spiced Amaretto auf viel Eis rühren.
4. Anschließend den Drink mit einem Sieb in das mit einem großen runden Eiswürfel befüllte Whiskeyglas geben.


Hibiskus Eistee

Zutaten für 1 Karaffe:

1 Liter Wasser
15 g Hibiskusblüten
1 EL Honig
1 TL SoulSpice Kokosblütenzucker
2-3 Pfefferminzstängel mit Blättern

Zubereitung:

1. Alle Zutaten aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
2. Wenn das Wasser etwas abgekühlt ist, die Pfefferminzstängel dazugeben und eine Viertelstunde ziehen lassen.
3. Alles durchsieben und den Tee kaltstellen, servieren mit Eis, Zitronenschlitz und Pfefferminzblatt.

Tipp: Die Blüten können für einen zweiten Aufguss verwendet werden, allerdings nur mit der Hälfte der Zutaten
(0,5 Liter Wasser, 0,5 EL Honig, ½ TL Kokosblütenzucker).


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Würzen und Mixen

Es ist ein wichtiger Trend: Cocktails mit Gewürzen!

Zusammen mit dem Swiss Casino Zürich wollen wir diesem Trend frönen und uns doch für einen guten Zweck einsetzen. Deshalb haben wir einen Cocktail-Event organisiert, bei dem alle Erlöse an ein Entwicklungsprojekt in Togo gehen. Unterstützt werden Kleinbauern beim Aufbau einer Kooperative und eines landwirtschaftlichen Ausbildungszentrums.

Anna Albrecht, die Barmanagerin des Swiss Casino Zürich, hat für den Event fünf Cocktails entworfen und uns ihre Tipps verraten. Anna ist Deutsche, und ihre Leidenschaft sind gutes Essen und Trinken, – und fabelhafte Blumen-Tattoos. 2011 zog sie nach Zürich und belebt seither mit ihrer überschäumenden Energie die Limmatstadt.

Anna, wie und wieso bist Du Barkeeperin geworden?

Ich war schon mein ganzes Leben lang in der Gastronomie tätig: zuerst in der Küche, danach in einer Bäckerei. Aber irgendwie war mir die Küche nicht spannend genug, und ich habe angefangen nebenbei auch Drinks zu mixen. Ich habe dann eine Ausbildung gemacht, und als ich 2011 in die Schweiz gezogen bin, habe ich nur noch das gemacht. Letztes Jahr habe ich meine Ausbildung als Barmanagerin abgeschlossen und leite seitdem die Bar im Swiss Casino in Zürich.
Ich schätze die völlige Freiheit, die ich bei der Entwicklung neuer Drinks habe. Ich kann meine Kreativität da voll ausleben, und ich liebe den direkten Kontakt zu den Menschen.

Wie entwickelst Du neue Cocktails?

Meine Inspiration entlocke ich immer den Produkten, mit denen ich arbeite, meistens was Regionales oder was trendy ist, oder ein neuer Gout. Wenn ich mal weiß, mit welchen Produkten ich arbeiten werde, kann ich mir immer sehr gut die verschiedenen Aromen vorstellen, und suche dann die passenden Ingredienzien, um einen harmonierenden und geschmacklich ausbalancierten Drink zu bekommen.

Es gibt keine festen Regeln für den perfekten Cocktail, weil wirklich jeder seine eigenen Präferenzen hat.

Wieso hattest Du Lust, an einem Cocktail-Fundraising mitzumachen?

Ich war sofort dabei, weil es um zwei Sachen geht, die ich liebe: Cocktails und die Unterstützung von Menschen in Schwierigkeiten.

Ich habe ein Jahr in Indien gelebt und habe dort mit Frauen gearbeitet, um sie beim Aufbau kleiner Unternehmen zu unterstützen und ihnen zu Mikrokrediten zu verhelfen. Auch Englisch habe ich ihnen unterrichtet.

Ich erinnere mich an das fantastische Essen und die vielen Gewürze. Ich bin dort viel gereist, habe viel Zeit mit den Leuten verbracht und habe sehr viel von ihnen gelernt. Ich koche auch heute noch sehr viel asiatisch und ganz speziell indisch.

Deshalb freue ich mich total auf den Cocktail-Event; ich habe dafür fünf spannende und sehr unterschiedliche Cocktails entwickelt.

Wie passen Gewürze und Cocktails zusammen?

Gewürze sind heute nicht mehr von Cocktails wegzudenken. Cocktails ohne Gewürze sind schlicht langweilig. Ob Kardamom, Nelken, Ingwer oder Kräuter, sie machen Drinks einfach spannend.

Mein Lieblingsgewürz von SoulSpice ist jenes für Chai Tee, es schmeckt super und authentisch. Man kann so viele Sache damit machen: Apfelkuchen, Gewürzschlagrahm, oder Chai-Sirup. Der Sirup ist ideal für süße Dessert-Cocktails, und es wäre sicher auch fantastisch für einen Winter-Grog (heißes Wasser, Rum und Chai-Sirup).

Auf welche Arten kann man Gewürze in Cocktails verwenden?

Am einfachsten ist es, sie direkt zuzumischen (ein bisschen Pfeffer in den Drink mahlen, Chili fein schneiden oder 2-3 Kardamom-Kapseln zerstoßen). Da erlebt man den frischen Geschmack der Gewürze, und das verhilft dem Drink zu einem schönen Extrakick.

Die Gewürze sind auch ausgezeichnet zum Einlegen in Getränke geeignet. Ob grüner Pfeffer in Wodka oder Piment, Zimt und Nelken in Rum, es gibt einfach so viele mögliche Kombinationen. Mein Geheimtipp: Die Gewürze und den Alkohol in einer verschlossenen Flasche für zwei Waschgänge in die Spülmaschine (max 70°) stellen. Die Geschmacksentfaltung der Gewürze wird so beschleunigt. Sonst kann man die Gewürze auch einfach eine Woche lang im Alkohol stehen lassen.

Und schließlich lässt sich aus allen Gewürzen auch Sirup machen. Chai-Tee-Gewürz, Kardamom oder Ingwer sind fabelhaft dafür. Man kann einfach Wasser und Zucker 1 zu 1 zusammen kochen und die Gewürze dazu geben, und schon ist der Sirup fertig. Habanero-Sirup würde ich jetzt vielleicht nicht empfehlen, aber sonst ist alles möglich.


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Gewürze in der Ayurveda

Im Sommer dreht sich bei uns alles um die Ayurveda, der jahrtausendealten indischen Naturheilkunde, die sich mit der Balance von Körper, Geist und Seele beschäftigt. Nur wenn alle drei Faktoren in Balance sind, gilt ein Mensch als gesund.

Heute wollen wir uns mit dem körperlichen Aspekt beschäftigen, genauer genommen mit dem Essen. Wie hilft die Ayurveda uns dabei, unseren Körper optimal gesund zu halten? Eine zentrale Rolle spielen hierbei der Darm und die Verdauung. Das Verdauungsfeuer Agni ist die Kraft, die dafür sorgt, dass alle Organe optimal mit Nährstoffen versorgt sind und alle körpereigenen Prozesse richtig funktionieren. Das Agni ist quasi der Motor unseres Körpers und die Kraft, die alles am Laufen hält.  Viele Krankheiten, Unverträglichkeiten und generelles Unwohlsein, sind laut der Ayurveda auf Unregelmäßigkeiten des Agni zurückzuführen. Dies wiederum kann viele Ursachen haben und von externe, sowie internen Faktoren geprägt sein.

Gewürze werden in der Ayurveda gezielt eingesetzt um das Agni zu unterstützen und Unregelmäßigkeiten auszugleichen. So werden z.B. Gewürze, die die Verdauung unterstützen, wie Kümmel, Koriander und Schwarzer Pfeffer schwer verdaulichen Gerichten wie z.B. rotem Fleisch oder Kohl hinzugegeben. Bei Magenbeschwerden helfen Cumin und Ingwer die Schmerzen oder Übelkeit zu lindern. Und Kardamom wirkt der Säure im Kaffee und der Schleimbildung in der Milch entgegen und wird daher in den Kaffee und an Nachspeisen wie Milchreis gegeben.

Im Sommer wollen wir vor allem die Hitze im Körper reduzieren, welche das Agni verlangsamt, wodurch wir träge werden. Dies gelingt uns in dem wir hauptsächlich kühlende Nahrungsmittel essen, wie z.B. Melone, Gurke, Kokos, bittere Gemüse, wie Spinat, Artischocken und Chicoree, Buchweizen, Hirse und Milchprodukte wie z.B Buttermilch und Joghurt.

Bei den Gewürzen sind es vor allem Koriander und Kardamom, die sich kühlend auf den Körper auswirken und nebenbei noch die Verdauung vorantreiben.

So hat jedes Gewürz Eigenschaften und Kräfte, die gezielt genutzt werden können, um dem Körper und seinen Prozessen zu helfen. Der Ursprung von Gewürzen in der Küche stammt also von einem sehr pragmatischen Ansatz anstatt ‚nur‘ um das Essen zu würzen.

In unserem Online Shop findest du Informationen zu den heilenden Eigenschaften der einzelnen Gewürze.

Gewußt wie: 5 Inspirationen für deinen Ayurveda-Salat

Mit diesen 5 Tipps kannst du auch im Sommer deinen Salat in vollen Zügen genießen!

  • Wenn Salat, dann reduziere deinen Salat auf die Hälfte – und „fülle ihn auf“ mit Reis, Hirse, Quinoa oder Hülsenfrüchten. Lecker ist auch gedünstetes Gemüse oder Gemüse aus dem Ofen. Zum Beispiel Fenchel, Süßkartoffeln oder Rote Beete.
  • Ergänze deinen Salat mit etwas Ruccola oder Endivie. Sie wirken sich mit der Schärfe positiver auf die Verdauung aus, als andere Salatsorten.
  • Iss deinen Salat möglichst mittags, nicht abends. Am Mittag ist das Verdauungsfeuer kräftiger, egal, welche Konstitution du hast. Salat am Abend führt zu Blähungen und Völlegefühl und einem weniger erholsamen Schlaf.
  • Die Sauce: Salat braucht Öl, um die Leichtigkeit und Trockenheit auszubalancieren. Ingwer und viel schwarzer Pfeffer im Dressing regen die Verdauung an. Statt Essig wähle lieber Zitrone. Essig zieht die Kanäle im Körper zusammen, während Zitrone einen anregenden, reinigenden, lösenden Effekt auf uns hat.
  • Versuche, rohe Zwiebeln und Kohl im Salat zu meiden. Sie führen zu Blähungen und Völlegefühl. Gurke, Radieschen und Karotte ist meistens okay. Ergänze gerne mit frischen Kräutern. Petersilie, Schnittlauch oder Kresse helfen einem trägen Verdauungsfeuer auf die Sprünge.

Fenchel-Quinoa-SALAT mit Pfirsich und Spinat (WARM ODER KALT)

Pseudo-Getreide, wie zum Beispiel Quinoa, eignen sich besonders, um deinen Rohkost-Salat „aufzufüllen“. Hier mit Fenchel, Pfirsich und Spinat in geschmacksintensiver Vollkommenheit.

Für 2 Portionen brauchst du

  • 225 g Quinoa, bunt oder einfarbig
  • 1 EL Kokosfett
  • 1 TL SoulSpice Korianderkörner, ganz
  • 1 TL SoulSpice Ras el-Hanout
  • 1 Stück Ingwer, daumennagelgroß (oder 1/2 TL Ingwer -Pulver von SoulSpice)
  • 1 Rote Zwiebel
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Nektarine/ Pfirsich
  • 2 Handvoll Spinat
  • Etwas Zitronensaft
  • Eine Prise SoulSpice Salz & Pfeffer & Muskat
  • frischer Thymian (oder 1/2 TL Thymian von SoulSpice)
  • Nach Belieben geröstete Mandeln und etwas Ahornsirup zum Abschmecken

Die Vorbereitung

Quinoa gut auswaschen und abtropfen lassen.

Den Ingwer und die Rote Zwiebel schälen und hacken. Koriander mörsern.

Fenchel waschen und würfeln. Fenchelgrün aufheben. Pfirsich entkernen und in Schiffchen schneiden. Spinat waschen und abtropfen lassen.

Das Kochen

Das Kokosfett in einem großen Topf erhitzen, Koriander, Ingwer und Zwiebel hineingeben und kurz dünsten. Fenchel hinzu geben, kurz andünsten, dann Quinoa dazu geben. Mit der angegebenen Menge Wasser (siehe Quinoapackung!) ablöschen. Etwas Salz und Ras el-Hanout dazu geben und zugedeckt köcheln lassen.

Nach 5 Minuten Pfirsichstücken und Spinat auf die köchelnde Quinoa legen. NICHT RÜHREN. Bei geschlossenem Deckel weiter köcheln lassen, bis die Quinoa gar, beziehungsweise das Wasser verdampft ist.

Mit etwas Zitronensaft, Pfeffer und Muskat abschmecken. Thymian darüber streuen und umrühren.

Nach Belieben: Das Fenchelgrün klein hacken und Mandeln rösten, beides dazu geben und mit etwas Ahornsirup abrunden.

→ Dazu schmecken Belugalinsen, Ruccola oder Feldsalat.

Bon Appetit!

Julia Wunderlich im Portrait

Zusammen mit der Ayurveda-Expertin und Köchin Julia Wunderlich von Rolling Tiger haben wir einen Kochkurs zum Thema Ayurvedische Balance Küche organisiert. Julia ist Südasienwissenschaftlerin, Ethnologin, Ayurveda-Köchin und Ernährungs- und Gesundheitscoach. Sie hat auf ihren vielzähligen Indienreisen einen tiefen Einblick in ayurvedische Heilkünste und Entspannungstechniken erlangt. Ihr Wissen zu ayurvedischer Ernährungskunst und Stressmanagement hat sie durch Ausbildungen an der Europäischen Akademie für Ayurveda sowie an verschiedenen Ayurveda-Kliniken in Indien vertieft. All dieses gibt Julia in ihrem Projekt Rolling Tiger weiter.

Wir haben die Gelegenheit genutzt Julia ein paar Fragen zu stellen zum Thema ayurvedische Ernährung und sie hat uns ein paar Tipps gegeben, wie man diese ganz einfach in den Alltag integrieren kann.

Wie bist du zur Ayurveda gekommen?

Durch mein Studium der Südasienwissenschaften und aufgrund meiner Leidenschaft für Südasien allgemein, habe ich lange Zeit in Indien verbracht und kam dort ganz automatisch mit der Ayurveda in Berührung. So richtig überzeugt hat mich die Ayurveda in ihrer Heilkraft infolge meiner eigenen Ernährungsumstellung nach einer Zöliakie-Diagnose.

Was ist der ayurvedische Ansatz beim Kochen / der Ernährung?

AyurvedaEs gibt verschiedene Ebenen, welche in die Ayurveda Küche einfließen und die dann ein ganzheitliches, ayurvedisches Essen ausmachen.

Es geht immer darum, die bestmögliche Aufschlüsselung der Nährstoffe zu erreichen, um so körperliche wie geistige Balance und das Wohlgefühl zu erhalten. Wie das gelingt, ist individuell verschieden und hängt auch von der wechselnden Verdauungskraft mit wandelnden klimatischen Bedingungen zusammen.

Die Ayurveda schaut also auf die individuelle EsserIn und orientiert sich ebenso nach den Jahreszeiten.

Hinzu kommt das Wissen um ein paar fixe Regeln, wie zum Beispiel die Nahrungsmittelkombinationen. Tierische Milchprodukte nicht mit Obst zu mischen, ist eine dieser elementaren Regeln.

Ein Klassiker in der Ayurveda ist auch der traditionelle Gewürzansatz, den ich in meinen Kochkursen immer vorführe. Der Gewürzansatz ist ganz einfach zu lernen und elementares Werkzeug in der Ayurveda Küche. Er sorgt für die bestmögliche Aufschlüsselung der Wirkstoffe aus den jeweiligen Ayurveda Gewürzen und unterstützt unsere Verdauungskraft, zum Beispiel bei blähungsfördernden, proteinreichen Lebensmitteln, wie Hülsenfrüchten.

Was bedeutet eine ayurvedische Ernährung für dich?

Eine ayurvedische Ernährung bedeutet für mich, in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen zu stehen und diese Bedürfnisse – so gut es geht – zu achten.

Klar, ist es nicht immer möglich, sich ganz an die Empfehlungen zu halten. Die Ayurveda Ernährungs- und Lebensweise baut auf Erfahrung. Je mehr wir erfahren, wie sich unser Körper mit und durch Essen gut fühlen kann, um so weniger wollen wir zurück – in alte Ernährungsweisen.

Ayurveda Ernährung ist letztlich ein Geschenk an dich selbst und der Schlüssel zu einem liebevollen Umgang mit deinen Bedürfnissen.

Was sind deine drei Top Tips Ayurvedische Prinzipien in den modernen Allag zu integrieren?

Basis Nummer Eins ist ein gutes Frühstück. Für ein Frühstück solltest du dir immer Zeit nehmen, denn es gibt dir körperlich, wie geistig Stabilität für den ganzen Tag. Ausserdem kurbelst du mit einem Frühstück deinen Stoffwechsel an, dessen Kraft du brauchst, um deine Vorhaben gut umsetzen zu können.

Pausen zwischen den Mahlzeiten. Im Idealfall sollten wir 3-4 Stunden Pausen zwischen unseren Mahlzeiten einplanen. Ständiges „snacken“ stört die Arbeit unseres Verdauungsfeuers und führt auf die Dauer zu Ansammlungen, Müdigkeit und Erschöpfung.

Abends nicht zu spät und vor allem nicht roh zu essen. Wir kommen aus einer „Abend-Brot-Kultur“ und müssen hier erstmal umdenken. Ich erlebe immer wieder, wie viele Menschen eine direkte Verbesserung ihrer Beschwerden erfahren, wenn sie Abends von Rohkost und Brot umsteigen – auf gedünstetes oder gekochtes Gemüse in Kombination mit Reis oder einem anderen leichten Getreide.

Welches Gewürz benutzt du am häufigsten / liebsten? Warum?

Das kommt wirklich auf die Jahreszeit an. Ich nutze das ganze Jahr über Kurkuma, seiner immunfördernden Eigenschaften wegen.

Aktuell nutze ich viel Kalonji, Schwarzkümmel. Ich liebe den Schwarzkümmel wegen seines leicht rauchigen Aromas. Außerdem wirkt er kräftigend auf Haut und Haar und stärkt Nieren und Leber. Er fördert unsere Resilienz allgemein. Im Sommer nutze ich gerne täglich frische Kräuter, wie Thymian, Koriander und Minze.

Kontaktdaten:

Julia Wunderlich
info@rollingtiger.org
www.rollingtiger.org


Tipps von unserem Grillmeister Harro Bollinger

Das schöne Wetter ist da, und die Grillsaison hat angefangen! Harro Bollinger von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, unser Grillmeister, verrät uns seine Geheimrezepte, um Freunde und Familie mit einfachen und geschmackvollen Grillbeilagen zu beeindrucken.

BBQ-SAUCE IN 5 MINUTEN

Zutaten (für 4 Personen)

Zubereitung

  • Gewürfelte Zwiebel in der Butter andünsten.
  • Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles aufkochen.

Und schon verblüffst Du Freunde und Familie!

GEMÜSEPÄCKCHEN

Zutaten für ein Päckchen

Zubereitung

  • Alle Zutaten mischen und so in Alufolie einpacken, dass die Naht oben ist und der Saft nicht auslaufen kann. (Wer den Direktkontakt von Alufolie und Gemüse vermeiden will, kann auf die Alufolie Backpapier legen.)
  • Auf den Grill legen und bei mittlerer Hitze während 20 Minuten garen.

Und schon wirst Du für Deine Kochkünste gelobt!

LIMONEN KRÄUTERBUTTER

Ideal als Beilage zu Grill-Fleisch.

Zutaten

Zubereitung

  • Alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Handrührgerät ca. zwei Minuten schaumig schlagen.
  • Noch einmal abschmecken, zu einer Kräuterbutterrolle formen oder in eine Form geben und kalt stellen.

Harro Bollinger im Portrait

Mit seinem Rocker-Look, den funkelnden blauen Augen und seinem unwiderstehlichen Lächeln ist Harro Bollinger kein Metzger wie andere. Seit über 20 Jahren erkundet er die Geheimnisse des Fleisches, entdeckt alte oder entwickelt neue Rezepte. Ein perfekt zubereitetes und gut gewürztes Fleisch ist Harro ein besonderes Anliegen. Deshalb konzipierte er auch mit großer Begeisterung die BBQ-Kollektion von SoulSpice.

Er erklärt, wie er die neuen Kreationen entwickelt und über Monate hinweg verfeinert hat.

Harro, wieso bist Du überhaupt Metzger geworden?

Ich komme aus einer Metzgerfamilie. Mein Vater sagte mir: „Du darfst später alles machen, was Du willst, aber Du wirst Metzger!“ Ich stand schon mit vier Jahren hinter der Wursttheke. Metzger war für mich einfach schon immer ein genialer Beruf.

Es gibt so viele Geschichte rund ums Fleisch, und es gibt tausend Möglichkeiten, etwas daraus zu machen (Wursten, Braten, Grillen, Garen etc.). Wie gesagt, ich wurde eigentlich schon mit vier Jahren zum Metzger, mit fünfzehn begann ich meine Ausbildung, die ich mit achtzehn abschloss. Mit 25 hatte ich den Meisterbrief in der Tasche. Ich habe seitdem im Schlachthof gearbeitet, in der Produktion, im Verkauf und war auch im Ausland (in der Slowakei und in Tschechien), um Erfahrungen zu sammeln und mein Wissen weiterzugeben.

Wie passen Fleisch und Gewürze zusammen?

Fleisch bildet schon mal eine wunderbare Basis, und zu gutem Fleisch passt natürlich traditionell Salz und Pfeffer. Aber das wird mit der Zeit langweilig, und man sollte doch ein bisschen ausprobieren und gewissermassen die Sonne aufgehen lassen. Denn jedes Fleisch hat seine speziellen Eigenschaften, die durch Gewürze hervorgehoben werden können.

Und dies ist die Philosophie der BBQ-Kollektion von SoulSpice. Mit Gewürzen kann man jedes Fleisch verzaubern und unterschiedliche Geschmacksnuancen hervorheben; die Gewürze stellen das Fleisch sozusagen ins richtige Licht. Die enorme Vielfalt der Gewürze verführen dazu, dass man eine unheimliche Leidenschaft dafür entwickeln.

Wie hast Du nun die SoulSpice BBQ Kollektion entwickelt?

Grilled meat and vegetables on rustic wooden table - SoulSpiceZuerst einmal bin ich sehr stolz auf das Resultat. Das Motto war: Weniger ist mehr. Unsere Gewürze haben schon eine sehr hohe Qualität, deshalb brauchen wir keine Geschmacksverstärker und können auf viele Zutaten verzichten, die üblicherweise Gewürzmischungen untergejubelt werden. Zwar haben wir ein paar ziemlich komplexe Mischungen, aber auch diese enthalten weniger Komponenten als andere BBQ-Produkte.

Während des Entwicklungsprozesses, habe ich mich zuerst gefragt, was mir noch fehlt und welchen zusätzlichen Geschmack ich bei jedem Stück Fleisch gerne noch hätte. Wie erhalte ich also diesen Wow-Effekt, bei dem jede Speise so schmeckt, als würde man sie gerade neu entdecken?

Ich schrieb also erst einmal auf, welche Fleischstücke sich zum Grillen eignen welche Gewürzpalette uns zur Verfügung steht und welches Aroma ich bei welchem Fleisch besonders hervorheben möchte. Dann begann die Entwicklungsphase: Ich habe gemischt und wieder gemischt, mehrfach gebraten und gegrillt, probiert und verglichen, bis ich zufrieden war.

So sind 24 Rezepte entstanden. Immer wenn ich eine Mischung machte, hatte ich schon die nächste Idee im Kopf, das nächste Geschmacksziel. Nach ausführlichem Probieren der verschiedenen Rezepte, haben wir schliesslich 12 Mischungen für die BBQ-Kollektion ausgewählt.

Was hat Dich motiviert?

Ich habe es wirklich aus reiner Leidenschaft gemacht. Es hat viel Spass gemacht, und ich habe dabei Neues gelernt und entdeckt, aber irgendwann mussten wir einfach aufhören; sonst würden wir heute noch pröbeln! Heute gibt es nichts, was mich mehr freut, als wenn die Leute kommen und sagen, es habe ihnen geschmeckt. Wir arbeiten jetzt in unserer Metzgerei mit den Gewürzmischungen und die Kunden fragen danach – das macht mir natürlich grosse Freude!

Was ist der nächste Schritt?

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, Rezepte rund ums Fleisch zu entwickeln. Wir könnten Mischungen für Tatar, für Eintöpfe oder für die lateinamerikanische Küche konzipieren. Ich bin gespannt, wohin die Reise geht und würde mich freue mich, weiterhin mit SoulSpice zusammenzuarbeiten.

Eine Reise dahin wo der Pfeffer wächst

Pfeffer ist ein wunderbares Gewürz für Fleisch und ein wichtiger Bestandteil einiger unserer BBQ- und Grillgewürze. Deshalb wollen wir Euch auf eine Reise dorthin mitnehmen, wo der Pfeffer wächst.

Wir sind auf dem Weg in das Dorf Churuli in der Südindischen Provinz Kerala. Und wir lernen, dass das Sprichwort ‚dahin wo der Pfeffer wächst‘ nicht von irgendwo her kommt. Wir fahren im Jeep immer tiefer in den Urwald hinein, bis wir nach ca. 2 Stunden unser Ziel erreichen.

Kerala in SüdindienHier, abgeschieden von den angrenzenden Dörfern und fernab von Straßen und Wegen, pflegen die Einwohner von Churuli, die von den Kurichiya Leuten abstammen, ihre jahrtausende alten Traditionen und sind stolz auf ihre Geschichte. Der Name Kurichiya setzt sich zusammen aus den Begriffen für Ziel (Kuri) und Volk (Chiya) und rührt von der außerordentlichen Begabung ihrer Ahnen als Bogenschützen, dank derer sie ihren Ursprung als Kriegervolk haben. So liehen sie ihre Dienste unteranderem, dem einstigen König des Staates Kottayam, welcher zwischen 1774 und 1805 herrschte. Als Anführer der Revolte gegen die britischen Kolonialherren, ging Pathassi Raja in die Geschichte Keralas ein.

Aber zurück zum Pfeffer. Heute sind die Kurichiya vor allem in der Landwirtschaft tätig, tatsächlich sind sie einer der geschützten Stämme Keralas, und werden gepriesen für den Erhalt alter Anbaumethoden, das auf dem Wissen ihrer Ahnen beruht.

Bio-Gewürze SoulSpiceChuruli hat ca. 300 Einwohner, zu denen rund 30 Bauernfamilien mit eigenem Land zählen. Zusammen besitzen die Farmer eine Fläche von ca. 100 Hektar, die sie mit Hilfe des gesamten Dorfs bewirtschaften. Während sie auf der Hälfte dieser Fläche Reis anbauen, wachsen ansonsten Kokospalmen, Obst, Gemüse, Kaffee, Kakao und viele Gewürze in einer Mischkultur, die die natürliche Bio-Diversität erhält.

Neben Ingwer, Kurkuma, Chili und Muskatnüssen werden hier vor allem verschiedene Sorten von Pfeffer kultiviert.

Als ‚Schwarzes Gold‘ gerühmt und auch als ‚König der Gewürze‘ bezeichnet, ist Pfeffer eine der wichtigsten Handelswaren, nicht nur für die Churuli Bauern, sondern in Indien allgemein und seit jeher.

Tatsächlich ist Pfeffer nicht nur die größte Einnahmequelle im ländlichen Kerala, sondern auch der größte Arbeitgeber. 80-90 % Prozent der gesamten indischen Pfefferproduktion findet in Kerala statt.

Der Pfeffer aus der Region Wayanad ist von ganz besonders hoher Qualität und wird international gepriesen.

Während viele Pfefferbauern heutzutage hauptsächlich neue, sogenannte Hybrid Pfeffersorten in Monokulturen produzieren, die wegen ihres höheren Ertrags von den großen Industriekonzernen bevorzugt werden, werden in Churuli alte, indigene Sorten in Mischkulturen angebaut.

Bio-Gewürze - Bio-PfefferDie Kultivation dieser traditionellen Pfeffersorten hat viele Vorteile: Zum einen sind sie perfekt an das Klima und die örtlichen Gegebenheiten angepasst und sind daher größtenteils gegen Dürre, Insekten und Krankheitsbefall resistent. Außerdem fördern sie die natürliche Bio-Diversität und sorgen für den Erhalt der Ökosystems. Zum anderen können die Bauern auf ihr jahrhundertealtes Wissen und ihre Erfahrung im Anbau dieser Pflanzen zurückgreifen und sind nicht angewiesen auf und abhängig von wissenschaftlichen Informationen, Input und Hilfe von außen oder Fremdfinanzierung. Dank ihres Wissens können sie die Arbeit effizienter gestalten, die Produktion mit limitierten Ressourcen intensivieren und mit minimalem Einsatz von Technologie maximalen Ertrag erzielen.

Die Anbaumethoden der Bauern in Churuli beruhen auf dem traditionellen Wissen ihrer Vorfahren und richten sich nach den Prinzipien der vedischen Landwirtschaft, die den Naturgesetzen folgt und eine symbiotische Beziehung zwischen Mensch und Natur voraussetzt und deren Methoden auf einem biologischen, holistischen Ansatz beruhen. Zum Beispiel richtet sich die vedische Landwirtschaft nach den Mondphasen und nutzt Naturdünger wie Kuhmist und natürliche Pestizide wie die Neempflanze. Angebaut und geerntet wird alles mühsam von Hand und bearbeitet wird das Land mit uralten Methoden wie Pflügen und Mulchen. Der Einsatz von einfachen Werkzeugen und Nutztieren, sowie das Wissen um die Intelligenz der Pflanzen und wie sie durch die verschiedenen Jahreszeiten optimal unterstützt werden können, um ihre Nährstoffe und gesundheitsfördernden Kräfte zu maximieren um das Bewusstsein und die Gesundheit derer, die sie konsumieren zu steigern, sind wichtige Elemente der vedischen Landwirtschaft.

Die Churuli Bauern zeigen uns stolz ihre Pfefferpflanzen und erklären uns, das Pfeffer eine Kletterpflanze ist. Er rankt sie sich an Bäumen empor, die als natürliche Stütze dienen. Sie machen uns auf die verschieden großen und unterschiedlich geformten und gefärbten Blätter aufmerksam und wir lernen wie man anhand dessen die verschiedenen Sorten erkennt und was die Unterschiede sind. Z.B. werden einige Sorten ausschließlich für therapeutische Zwecke genutzt und andere hauptsächlich zum Würzen. Für unseren klassischen schwarzen Urwald Pfeffer, werden verschiedene Sorten gemischt um den bestmöglichen Geschmack zu erzielen.

Kerala Indien - Bio-GewürzeDer Zeitpunkt der Ernte kommt darauf an, welche Art von Pfeffer gewünscht ist. Grüner Pfeffer wird im unreifen Zustand geerntet und dann sofort gefriergetrocknet, um die Farbe und das herrlich milde und fruchtige Aroma zu erhalten. Für roten Pfeffer reifen die Beeren voll aus, bevor sie geerntet und gefriergetrocknet werden. Roter Pfeffer schmeckt ähnlich frisch wie grüner Pfeffer, ist aber viel schärfer und hat außerdem eine leicht süßliche Note, bedingt durch den erhöhten Zuckeranteil in der Schale. Der Erntemoment für schwarzen Pfeffer kommt auf die Sorte an. Manche werden geerntet, wenn die Beeren noch grün sind, andere reifen aus bis sie rot sind. Dann werden sie an der Sonne getrocknet und der natürliche Fermentierungsprozess färbt die Beeren schwarz. Die Aromen reichen von bitteren Tabaknoten, bis hin zu einem vollem, leicht zitronigem Bouquet, je nachdem, wie reif die Beeren bei der Ernte waren. Weißen Pfeffer bekommt man durch das abnehmen der schwarzen Schale nach der Fermentation. Dadurch ist weißer Pfeffer besonders scharf.

Wir sind fasziniert von dem unschätzbaren Wissen des Kurichiya Stammesvolkes und ihrer Achtung gegenüber der Umwelt und den Naturgesetzen und sind froh, dass wir sie dabei unterstützen können dieses Wissen für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Die Zertifizierung der Bio und Rainforest Alliance Siegel und ein fairer Handel ermöglicht den Churuli Bauern den Erhalt ihres Lebensraums und ihrer Traditionen. Außerdem können sie, dank angemessener Bezahlung in ihre Bildung, sowie Sanitäranlagen und bessere Gesundheitsstandards investieren. Dies steigert nicht nur ihre Lebensqualität, sondern auch die Qualität der Gewürze und sorgt für die aktive Regenerierung unserer Umwelt.

Tipps von Grillmeister Harro Bollinger

Auch wenn das Wetter etwas Anderes vermuten lässt, die Grill-Saison steht unmittelbar bevor und wir bereiten uns schon mal aufs Angrillen vor. Damit wir, wenn es soweit ist, wissen, was das beste Stück ist und wie man es richtig würzt, schneidet und zubereitet, haben wir unseren Grillmeister Harro Bollinger von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall nach seinen Grilltipps gefragt. So sind wir sicher, dass nichts schief gehen kann beim Grillen.

Weniger bekannte Fleischstücke, die ideal fürs Grillen sind

KRONFLEISCH (Skirt Steak) – wenn möglich vom Boeuf de Hohenlohe

  • Was ist es? Das Zwerchfell, das Brust- und Bauchhöhle voneinander trennt.
  • Was für ein Fleischtyp? Langfaseriges Fleisch, mit wenig Kollagen, daher sehr zart.
  • Passende Gewürzmischung? SoulSpice Classic Louisiana. Das Fleisch möglichst lange (ideal 24h) vor dem Grillen mit Gewürz einreiben. Nach dem Grillen, nachwürzen nach Bedarf.
  • Wie wird es gegrillt? Heiß grillen! Das Fleisch wenden, wenn sich an der Oberfläche kleine Tropfen bilden. Die andere Seite grillen, bis wieder Tropfen entstehen; dann vom Feuer nehmen und 10 Minuten ruhen lassen.
  • Wichtig: im rechten Winkel zur Fleischfaserung schneiden.

SECRETO – Wenn möglich vom Schwäbisch Hällischem Landschwein

  • Was ist es? Ein fächerförmiger Muskel, der sich zwischen Rücken und Rückenspeck versteckt.
  • Was ist es für ein Fleischtyp? Es ist grobfaseriges und sehr zartes, Fleisch. Die starke Marmorierung macht es ideal für die Zubereitung am Grill.
  • Passende Gewürzmischung? Tender Texas oder Magic Montana. Das Fleisch möglichst lange (ideal 24h) vor dem Grillen mit Gewürz einreiben. Nach dem Grillen, nachwürzen nach Bedarf.
  • Wie wird es gegrillt? Genauso grillen und schneiden wie das Kronfleisch.

KACHELFLEISCH (Vom Rind oder Schwein)

  • Was ist es? Es befindet sich oberhalb des Schlossknochens im Hinterschinken.
  • Was ist es für ein Typ Fleisch? Das „Fledermaus“ genannte Stück ist ähnlich zart wie Filet.
  • Passende Gewürzmischung? Tender Texas, Magic Montana, Black Kansas (24 Stunden vorher marinieren oder gleich nach dem Grillen würzen)
  • Wie wird es gegrillt? Genauso grillen und schneiden wie das Kronfleisch.

Klassische Stücke richtig grillen

T-BONE STEAK

  • Empfohlener Grill: Kugelgrill
  • Zuerst das Branding auftragen: das Fleisch auf dem Grillrost von beiden Seiten scharf angrillen, bis eine dunkle Farbe entsteht.
  • Temperatur: Bei voller Hitze (*) je 10 Min pro Seite mit geschlossenem Grilldeckel garen. Den Deckel während der 10 Min nicht öffnen!
  • Passende Gewürzmischung: SoulSpice Fleur de Sel & Steakpfeffer oder Black Kansas Beef Rub

(*) Das klingt riskant, funktioniert aber: Dann hast Du ein perfekt gegrilltes Fleisch (innen rosa und außen kross gegrillt). Wenn Du es lieber etwas mehr durch magst, einfach ein paar Minuten länger grillen, und wenn du dein Steak blutig bevorzugst, ein paar Minuten weniger grillen.

RIPPCHEN

  • Empfohlener Grill: Kugelgrill
  • Dauer: Rippchen brauchen immer etwas Zeit (mit 1 Stunde min. rechnen)
  • Zuerst das Branding auftragen: das Fleisch auf dem Grillrost von beiden Seiten scharf angrillen, bis eine dunkle Farbe entsteht.
  • Danach: die Rippchen in Alufolien einwickeln und 40 Minuten bei indirekter Hitze (auf dem Teil des Rostes, der nicht direkt über der Kohle ist) garen lassen.
  • Passende Gewürzmischung: SoulSpice Juicy Tennessee.
  • Rippchen-Varianten:
    • Die Rippchen mit Orangenscheiben und ein wenig Weißwein in Alufolie garen.
    • Die Rippchen mit Zwiebelringen und dunklem Bier in Alufolie garen.

So werden die Rippchen butterzart und haben eine würzige Kruste.

Die Kunst, das Fleisch richtig zu schneiden

Harro beherrscht die Kunst, das Fleisch richtig zu schneiden und hat uns verraten wie es geht!

  • Um ein zartes und saftiges Stück Fleisch auf den Teller zu bekommen, sollte man ein paar einfache Regeln beachten.
  • Wenn man sich das Fleischstück näher anschaut, erkennt man eine Art Maserung, wie sie beispielsweise auch jedes Holz hat. Man kann deutlich lange und kurze Fasern sehen. Trennt man diese Faserung falsch durch, wird das Fleisch weder zart noch saftig, sondern lederhart.
  • Die wichtigste Regel besteht darin, dass man das Fleisch nie in Richtung der Fasern, sondern immer quer dazu schneidet, idealerweise in einem 90°-Winkel zur Faserung.
  • Der Schnitt quer zur Faser ist physikalisch schnell erklärt. Die längs verlaufenden Fasern müssen gekappt werden, damit man das Fleisch gut essen und kauen kann. Außerdem ziehen sich die Fasern beim Erhitzen zusammen. Schneidet man das Fleischstück falsch, droht die gefürchtete Schuhsohle. Gleiches gilt auch beim Zuschneiden von Fleischwürfeln oder beim Tranchieren eines Bratens. Bei einem richtig geschnittenen Steak kann man die Zartheit des Fleisches förmlich sehen.

Und nicht vergessen: Das perfekte Geschmackserlebnis entsteht erst im Zusammenklang mit den Biogewürzen von SoulSpice!

Im Juni verraten wir euch ein paar von Harro’s Geheimrezepten für Saucen und Beilagen, damit es noch besser schmeckt. Bis dahin viel Spaß beim Angrillen und guten Appetit!

Es kommen neue Kollektionen!

In enger Partnerschaft mit erfahrenen Chefköchen und Feinkostspezialisten haben wir in den letzten Monaten neue Produkte und Rezepte erprobt und entwickelt. Wir freuen uns darauf, euch anfangs Mai unsere neuen Kollektionen zu präsentieren. Diese Zusammenarbeit mit Experten werden wir weiterführen und ausbauen, denn wir wollen ausschließlich Gewürzmischungen anbieten, die auch ausgewiesene Fachleute verwenden und von ihnen validiert wurden. So wird jeder bei sich zuhause ein kulinarischer Profi.

Als erstes haben wir typische Gewürzen für den Sommer hergestellt, nämlich die BBQ Range. Diese sehr unterschiedlichen Mischungen werden eure Barbecues zu gastronomischen Entdeckungsreisen machen. Dafür hat uns Harro, Metzgermeister der BESH (Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall), seine Geheimnisse für ein schmackhaftes, saftiges und köstlich gewürztes Fleisch verraten. Um 4 Uhr morgens sind wir aufgestanden, um mit Harro unsere neuen Gewürzen zu testen –und während 12 Stunden das Fleisch zu räuchern. Schaut euch das Video an und lasst euch zu ähnlichen Abenteuern inspirieren.

YouTube video

Wir haben auch begonnen eine Ayurveda-Abteilung aufzubauen, z. B. mit unserem Rezept für die berühmte „Goldene Milch“. Die Kombination von Kurkuma, dem die Wirkung verstärkenden Pfeffer und Ingwer hat eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Diese ayurvedischen Produkte entstehen in enger Absprache mit einem Ayurveda-Arzt in Südindien.

Mit einem marokkanischen Koch entwickeln wir unsere nordafrikanische Produktelinie: Unser Ras el Hanout (wörtlich: die beste Hausmischung vom arabische Gewürzhändler) oder das geschmacksintensive Harissa versetzen Dich wie im Nu in die Küchen Marokkos!

Für die kommenden Monate sind weitere Überraschungen geplant: In Partnerschaft mit einem bekannten indischen Restaurant in Berlin erweitern wir unsere indisches Gewürzangebot; zudem produzieren wir eine Reihe von Kräutersalzen, die eure sommerlichen Gerichte ein intensives Parfum verleihen werden.

Unsere Partner werden wir in den kommenden Monaten präsentieren und ihre Küchentipps, Erfahrungen und Rezepte mit euch teilen. Es lohnt sich also, hier regelmäßig vorbeizuschauen!

Unser Design erhält den Europe Product Award

Es stimmt also doch: Kleider machen Leute!

Deshalb setzten wir bei SoulSpice von Anfang an auf eine innovative Verpackung. Sie sollte die Kostbarkeit der Gewürze zum Ausdruck bringen, aber auch funktional stimmig sein, also einen festen Verschluss haben und vor allem einen guten Lichtschutz bieten, weil Licht den Geschmack und Farbe der Gewürze mindert. Auch der exotische Ursprung der Gewürze, unsere ethischen Grundwerte und die Bio-Qualität sollten sich im Design niederschlagen, so dass man beim Kauf sich selbst und andern ein wirkliches Geschenk machen kann.

Zu unserer grossen Freude wurde unserer Produktelinie nun der European Product Design Preis verliehen. Wir gratulieren dem Studio Grau, das für Design und Gestaltung unserer Kreationen zuständig ist und jedes neue Muster mit viel Liebe von Hand zeichnet. Und wir danken herzlich für die tolle, fruchtbare und nun auch preisgekrönte Zusammenarbeit.

Im Folgenden eine exklusive Vorschau und ein kleiner Vorgeschmack auf unsere neu designten Gewürzen… alles ab Mai erhältlich in unserem Shop oder bei unseren Distributoren.

SoulSpice - Bio-Gewürze online kaufen

Porträt von Isaac Adodoadji

Isaac Adodoadji ist verantwortlich für eine der entscheidendsten Aufgaben in unserem Produktions- und Einkaufsprozess: Er achtet darauf, dass ein teilweises Jahrhundert altes Wissen unserer Bauern bewahrt, weitergegeben, aber auch aktualisiert und verbessert wird. Zudem implementiert er vor Ort die notwendigen Qualitätsprozesse und fördert nachhaltige Anbaumethoden.

Isaac stammt aus Ghana. Er hat sich auf alle Formen ökologischer Landwirtschaft spezialisiert, wobei die Verarbeitung der Ernten und vor allem die Vermeidung von Ernteverlusten sein zentrales Anliegen sind. Er schreibt derzeit seine Dissertation über Innovationen in der biologischen und biodynamischen Landwirtschaft und deren Einfluss auf die Lebensbedingungen von Kleinbauern in Indien (Kerala) und Tansania (Sansibar). Isaac kam 2011 nach Deutschland und wurde 2015 Mitarbeiter des Ecoland Teams. Seither besucht er unsere Produktionsgruppen mindestens zweimal pro Jahr.

Wir wollten von ihm hören, wie seine Arbeit vor Ort aussieht.

Kannst Du uns erklären, wie Du die Bauern unterstützest?

SoulSpice - Bio-Gewürze online kaufenIch entwickle Methoden und Verfahren, um die hohen Verluste nach der Ernte von Kräutern und Gewürzen zu reduzieren, denn Kleinbauern verlieren oft bis zu 20% ihrer Ernte wegen schlechter Ernteverfahren oder falschen Lagerungs- und Trocknungsmethoden. Dann versuche ich die Qualität der Gewürze durch bessere landwirtschaftliche Anbaupraktiken zu verbessern. Seit letztem Jahr haben wir damit begonnen, unsere Landwirte in die biodynamischen Anbaumethoden einzuführen (gemäss dem Demeter-Standard), wobei sich interessanterweise zahlreiche Verbindungen zum indigenen Wissen der Bauern ergeben.

Biodynamische Landwirtschaft ist nämlich eng verwandt mit den ursprünglichen Formen, Pflanzen anzubauen. Ich insistiere auf der Verwendung von natürlichen Düngern und Komposten und schließe den Einsatz von Chemikalien konsequent aus. Zum Beispiel werden die Pflanzen im Einklang mit dem Mondkalender geerntet (weil dann die Früchte/Gewürze am meisten Saft haben und deshalb von besserer Qualität sind). Die biodynamische Landwirtschaft versteht Tiere, Pflanzungen und Böden als ein einziges grosses Ökosystem. Sie geht von einem ganzheitlichen Ansatz aus und fördert die lokalen Produktions- und Vertriebssysteme sowie die Verwendung von traditionellen (und die Entwicklung von neuen) Sorten.

Ich gestalte Demonstrationsfelder und Experimentieräcker und bilde die Kleinbauern sowohl in biologischen als auch biodynamischen Anbaumethoden für Gewürze aus. Dabei lehre ich die Bauern die Qualität der Anbaumethoden ständig zu verbessern und aus schlechten Erfahrungen zu lernen. Das beginnt bereits mit einer klaren Dokumentation der landwirtschaftlichen Interventionen: Wann wird gesät? Wann wird der Kompost ausgebracht? Welche Sorten wurden gepflanzt und welche Mengen geerntet? Damit können alle voneinander lernen und es wird möglich, eine noch transparentere Lieferkette zu etablieren.

Unsere Landwirte sind alle in Gruppen organisiert. In Indien gibt es beispielsweise etwa 50 bis 100 Landwirte pro Gruppe. Jede Gruppe hat einen Leiter, der für die Koordination und die Ausbildung der jeweiligen Gruppe verantwortlich ist. Ich trainiere vor allem diese leitenden Landwirte, die dann ihr Wissen weitergeben und ihre Gruppe entsprechend ausbilden. Auf diese Weise haben wir bisher etwa 1500 Landwirte in zwei Gemeinden in Indien und in einer Gemeinde in Sansibar ausgebildet.

Was sind Deine größten Herausforderungen?

Die grösste Schwierigkeit liegt in unserem zweistuften Ausbildungssystem: Wie kann ich sicherstellen, dass das, was ich unterrichte, wirklich bei allen Landwirten ankommt, und zwar genauso, wie ich es erklärt habe? Die andere Herausforderung besteht darin, die Landwirte überhaupt zusammenzubringen, um sie ausbilden zu können, denn sie sind mit der Pflege ihrer Felder sehr beschäftigt. Es ist also nicht leicht, Termine zu finden, an denen alle teilnehmen können. Wir organisieren das heute immer außerhalb der Saat- und Erntezeiten, weil die Bauern da etwas weniger beschäftigt sind.

Was gefällt Dir am meisten?

Es bedeutet für mich eine grosse Befriedigung, beobachten zu können, wie sich meine Arbeit direkt auf den Alltag der Bauern auswirkt und wie ihre Lebensbedingungen deutlich verbessert werden. Ich teile mein Wissen sehr gerne und genieße die gemeinsame Zeit mit den Landwirten. Sie sind sehr gastfreundlich, und es entsteht ein wirklicher Austausch, bei dem ich ungefähr ähnlich viel von ihnen lerne wie sie von mir.

Was sind Deine Visionen für die Zukunft der Landwirtschaft?

Ich hoffe einfach, dass man endlich wieder die Bedeutung und den enormen Wert der landwirtschaftlichen Arbeit erkennt. Die Landwirtschaft sollte als einer der wichtigsten und wertvollsten Bereiche der Gesellschaft anerkannt werden, und die Bauern müssten in der Gesellschaft einen viel höheren Wert bekommen. Und ich wünsche mir, dass die Regierungen sich für die Unabhängigkeit der Bauern einsetzen und sie vor dem Einfluss von Chemiekonzernen und internationalen Saatgut-Unternehmen schützen, indem sie den Anbau lokaler und traditioneller Sorten und biologische und biodynamische Anbaumethoden nachdrücklich fördern. Dies bedeutet allerdings auch, dass sich unser westliches Konsumverhalten grundsätzlich verändert: Wir müssen bereit sein, für unser Essen mehr Geld auszugeben, damit die Landwirte für ihre harte und anstrengende Arbeit fair bezahlt werden.

Rezepte mit Kokosblüten-Zucker

Kokosblüten Popcorn

Gesundes Popcorn - RezeptHier ist das perfekte Rezept, wenn Du einen Filmabend oder einen netten Aperitif mit Freunden planst! Popcorn hat bei Ernährungsspezialisten einen schlechten Ruf, weil man ihm Butter, Käse oder raffinierten Zucker zufügt. Wenn man auf diese Zusätze verzichtet, ist Popcorn jedoch im Vergleich zu anderen Snacks eine gesunde Variante! Hier zeigen wir eine süße Variante mit Kokosöl und Kokosblüten-Zucker, – ein veganes Rezept ohne Gluten und Laktose.

Zutaten (für 2-4 Personen)

Und so geht’s:

Das Kokosöl in einer großen Bratpfanne erhitzen, die Maiskörner hinzufügen und gut im Öl umrühren, mit Fleur de Sel bestreuen.

Die Pfanne bedecken, die Hitze reduzieren, ca. 5 Minuten warten, bis die Körner geplatzt sind; bei geschlossenem Deckel die Pfanne häufig schütteln.

Sobald die Knallgeräusche nachlassen, die Pfanne vom Herd nehmen und ein paar Minuten stehen lassen, bis alle Körner geplatzt sind.

Den Deckel öffnen und den Kokosblüten-Zucker vorsichtig darunter mischen.

Das Popcorn in eine große Schüssel geben und sofort genießen!


Birnen-Financier mit Kokosblüten-Zucker

Birnen-Financier mit Kokosblüten-Zucker Financier ist ein Dessert, das ebenso so schnell gemacht wie gegessen ist. Es braucht nur 15 Minuten für die Vorbereitung – eine belebende Abwechslung während eines regnerischen Sonntagnachmittags.

Zutaten (4-6 Personen)

  • 4 Eier (für das Eiweiss)
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g SoulSpice Kokosblüten-Zucker
  • 60 g (Reis-)Mehl
  • 100 g Margarine
  • 2 Birnen (können auch mit Äpfeln oder anderen Früchten ersetzt werden)

Und so geht’s:

Ofen auf 180° vorheizen

Eigelb und Eiweiss trennen und Eiweiss schlagen (Eigelb anderweitig verwenden).

Die Margarine schmelzen.

In einer Schüssel die Mandeln, das Mehl und den Kokosblüten-Zucker mischen. Das geschlagene Eiweiß vorsichtig darunter ziehen und die Margarine hinzufügen. Alles vorsichtig mischen und danach den Teig ein paar Minuten ruhen lassen.

Eine Kuchenform mit Margarine einfetten und mit ein bisschen Mehl bestäuben. Den Teig hineingießen. Die Birnen schälen, halbieren, entkernen und danach länglich in den Teig drücken.

20 Minuten im Ofen backen.


Kuchen mit Kokosblüten-Zucker

Zutaten (für 8 Personen)

Und so geht’s:

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Eiweiss und Eigelb trennen. Das Eiweiss schlagen; Eigelb, Butter, Zucker und Vanille mischen und das Mehl mit dem Backpulver beifügen.

Das geschlagene Eiweiß darunter ziehen und mit einer Prise Fleur de Sel würzen. Den Teig mit einer Spachtel vorsichtig umrühren.

Eine Kuchenform mir Butter einfetten und mit ein bisschen Mehl bestäuben. Den Teig in die Form gießen und mit Zucker bestreuen (ein Esslöffel genügt).

20 Minuten backen und danach ein paar Minuten auskühlen lassen. Kokos- und Schokoraspeln darüber streuen und sofort servieren.


Bananen-Himbeer-Smoothie mit Kokosblüten-Zucker

Rezept Bananen-Himbeer-Smothie mit Kokosblüten-Zucker Zutaten (für 1 Smoothie)

  • ca. 15 Himbereen (Frisch oder gefroren)
  • 2 kleine Bananen
  • 1 kleines Glas Milch (auch: Reis-, Mandel-, Hafermilch)
  • 2 Teelöffel SoulSpice Kokosblüten-Zucker

Und so geht’s:

Alle Zutaten mixen, bis eine glatte Konsistenz entsteht.


Schokoladen-Cookies mit Kokosblüten-Zucker

Zutaten (für cirka 15 Cookies)

Und so geht’s:

Backofen auf 180 ° vorheizen.

Alle Zutaten mischen (mit Ausnahme der Schokoladenstücke)

Kleine Bällchen formen und flachdrücken, dann 3-4 Schokoladenstücke pro Cookie eindrücken.

15 Minuten backen.


Der wertvolle Kokosblüten-Zucker kann bei uns in zwei Portionengrößen gekauft werden: Kokosblüten-Zucker – 60 g für 4,80 Euro (im lange haltbaren Glas) und Kokosblüten-Zucker 250 g in der Papiertüte für 6.25 Euro

Wie wird Kokosblüten-Zucker hergestellt?

Kokosblüten-Zucker hat viele Vorteile für die Gesundheit, und gemäß der FAO (Food and Agriculture Organization) ist er auch jener Zucker mit der größten Nachhaltigkeit: Ein Kokosnussbaum verbraucht wenig Ressourcen, benötigt zum Beispiel kaum Wasser und produziert 50 % bis 75 % mehr Zucker pro Hektar als Zuckerrohr!

Während unseres letzten Besuchs in Indonesien erklärten uns die Bauern, wie der kostbare Kokosblütennektar gesammelt und in Zucker verwandelt wird.

Schritt 1: Gewinnung des Kokosblüten-Safts

Kokosblüten-Zucker wird aus der Blüte der Kokosnuss gewonnen. Die Blüte wird angeschnitten, was die Produktion von Kokosblüten-Saft anregt; dieser wird in einem unter der Blüte platzierten einfachen Holzbehälter gesammelt. Zweimal täglich steigt ein sogenannter Kletterer mit nackten Händen und Füßen auf die Palmenspitze, um den Saft in den gefüllten Behältern einzusammeln. Für einen erfahrenen Kletterer dauert die Operation pro Baum etwa zehn Minuten; er sammelt 3 bis 4 Liter Nektar pro Tag und Baum (erforderlich für ca. 500 g Zucker). Ein Kletterer ist in der Regel für 10 bis 30 Bäume zuständig.

Die meisten Kletterer kommen aus der Java-Region in Indonesien, wo die Kokosblüten-Zuckerproduktion seit Jahrhunderten betrieben wird. Die Gewinnung des Blütensafts verlangt eine komplexe Technik, die jahrelanges Training erfordert.

Schritt 2: Die Zuckerverarbeitung

Kokosblüten-Zucker HerstellungDer kostbare Saft wird zu einer sogenannten „Köchin“ gebracht (es sind fast immer Frauen). Auf einem Holzofen kocht sie den Saft für 4 bis 5 Stunden, bis er langsam karamellisiert. Sobald ein dickes bräunliches Karamell entstanden ist, wird der Topf vom Feuer genommen und zum Trocknen ausgegossen.

Löffelweise wird die karamellisierte Masse anschließend in einem Behälter mit Hilfe von Kokosschalen langsam zerquetscht, bis kristalliner Zucker entsteht. Dieser Vorgang braucht Zeit und Kraft.

In Asien ist es üblich, den Zucker nicht zu kristallisieren, sondern den karamellisierten Saft in Schalen zu gießen – nach ein paar Stunden Trocknung erhält man Zuckerblöcke. Diese werden auf den lokalen Märkten angeboten oder von industriellen Produzenten gekauft, um Saucen herzustellen (z.B. asiatischen Ketchup).

Der Prozess, Kokosblüten-Saft zu Zucker zu machen, dauert etwa 6 Stunden.

Schritt 3: Qualitätskontrolle

Kokosblüten-Zucker HerstellungDer kristallisierte Kokosblüten-Zucker wird zu einem Produktionszentrum transportiert, wo der Zucker aller Köchinnen gesammelt und dann auch exportiert wird. Dort wird der Zucker zuerst von Hand von allen Verunreinigungen befreit, danach wird er in einem Ofen für drei Stunden aufgeheizt, um den Feuchtigkeitsgehalt zu reduzieren.

Nach einer letzten Qualitätskontrolle, wird der Zucker dann verpackt und nach Deutschland geschickt.

Wie sind die Kleinbauern organisiert?

Unsere Köchinnen sind in Kooperativen organisiert, welche die Bedingungen des Labels Fair-Trade für gemeinsame Projekte erfüllen. Den Gewinn für jedes produzierte Kilo Zucker teilen sich der Kletterer und die Köchin.

Der wertvolle Kokosblüten-Zucker kann bei uns in zwei Portionengrößen gekauft werden: Kokosblüten-Zucker – 60 g für 4,80 Euro (im lange haltbaren Glas) und Kokosblüten-Zucker 250 g in der Papiertüte für 6.25 Euro

Kokosblütenzucker – der andere Zucker

Zucker und Gesundheit

Unser Körper braucht Zucker – wie auch alle Kohlenhydrate – um genügend Energie für das reibungslose Funktionieren der Muskeln und insbesondere des Gehirns zu haben. Eine gesunde Person braucht kontinuierlich 1 Gramm Zucker pro Liter Blut. Das Insulin ist verantwortlich für einen stabilen Blutzuckerspiegel und regelt die benötigte Zuckerzufuhr.

Jedes Lebensmittel hat einen glykämischen Index (GI). Das ist ein Maß, das die Wirkung eines Nahrungsmittels auf den Blutzuckerspiegel anzeigt. Je höher der glykämische Index ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an und desto stärker muss der Körper mit Insulin den Zuckerspiegel regeln. Umgekehrt bedeutet ein niedriger glykämischer Index, dass der Körper lange von der Energie zehren kann, weil diese nicht so schnell verbrannt wird.

Weißer Zucker und andere raffinierte Zucker haben einen hohen glykämischen Index von etwa 70. Deshalb gelten diese Zuckerarten bei Ernährungsspezialisten als ungesund. Darüber hinaus verlieren diese Zucker während ihrer Raffinierung fast alle Nährstoffe. Sie sind also kalorienreich und doch von geringem Nutzen für den Körper.

Der Zucker der Kokosblüte

Im Gegensatz zu den raffinierten Zuckern von Zuckerrübe und Zuckerrohr, die heute den größten Teil des Weltzuckers ausmachen, ist Kokosblüten-Zucker nicht raffiniert und hat einen niedrigeren glykämischen Index. Er ist auch geschmacklich eine vorzüglich Alternative zu herkömmlich raffiniertem Zucker.

Nährstoffe

Kokosblüten-Zucker hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen. Im Vergleich zu braunem Zucker die 18-fache Menge an Kalium, den 30-fachen Gehalt an Phosphor und die über 10-fache Menge an Zink. Darüber hinaus enthält Kokosblüten-Zucker die für den Menschen essentiellen Vitamine der Gruppe B und C sowie sechzehn wertvolle Aminosäuren, darunter vor allem, das Glutamin, das auch als natürliches „Brain-Food“ bezeichnet wird. Unser Gehirn verbraucht ein Fünftel des täglichen Energiebedarfs. Bekommt es die richtigen Nährstoffe, steigern sich Gedächtnisleistung und Konzentration.

Tiefer glykämischer Wert

Es gibt wenig überprüfbare Daten zum glykämischen Index von Kokosblüten-Zucker. Aber man geht heute allgemein von 35 als glykämischem Index aus, was der Hälfte von Rohrzucker entspricht.

Zwar hat Kokosblüten-Zucker einen um 20 Prozent geringeren Zuckergehalt als raffinierter Weißzucker, aber das ist immer noch eine erhebliche Menge und er sollte deshalb – wie alle Zucker – nur maßvoll verwendet werden.

Starke Süßkraft

Kokosblüten-Zucker wirkt etwas süßer als die traditionellen Weißzucker und kann daher sparsam eingesetzt werden. Er gibt jedem Gericht eine köstliche karamellisierte Note und kann sehr gut mit Zimt, Vanille und auch Ingwer kombiniert werden.

Schönheitstipp

Kokosblüten-Zucker kann sehr gut als hausgemachtes Körperpeeling verwendet werden: einfach einen Esslöffel Zucker mit einem Esslöffel Kokosöl (oder einem anderen Pflanzenöl) mischen. Der Zucker versorgt die Haut mit seinen verschiedenen Nährstoffen.

Zusammenfassung

Kokosblüten-Zucker ist eine Alternative zu raffinierter Zucker. Er ist ein natürlicher Zucker mit vielen Nährstoffen und einem vergleichsweise tiefen glykämischen Wert und vor allem hat er einen fantastischen natürlichen Karamellgeschmack und ist sehr bekömmlich.

Aber wie bei allen Arten von Zucker sollte man ihn nur sparsam verwenden und mit einer ausgewogenen Ernährung kombinieren.

 

Der wertvolle Kokosblüten-Zucker kann bei uns in zwei Portionengrößen gekauft werden: Kokosblüten-Zucker – 60 g für 4,80 Euro (im lange haltbaren Glas) und Kokosblüten-Zucker 200 g in der Papiertüte für 6.25 Euro

SoulSpice – was geschah und geschieht

Nun gibt es SoulSpice bereits zwei Monate als Online-Shop und als attraktiver Gewürzstand in der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg. Nur wegen des unermüdlichen Einsatzes und vieler Nachtschichten unseres gesamten Teams konnten am 26. November der Stand eröffnet und der Online-Shop aus der Taufe gehoben werden.

Es war ein tolles Erlebnis! Wir danken allen Unterstützern, Freunden und Bekannten für die großartige Hilfe und für die vielen begeisterten, ermunternden und ideenreichen Feedbacks zur Qualität unserer Gewürze und zum Design unserer Gewürzgläser.

Soulspice Markthalle 9
… und unmittelbar vor der Eröffnung.

Für das Jahr 2017 haben wir ambitiöse Projekte. Wir werden unser Sortiment in den kommenden Wochen und Monaten deutlich erweitern: Zusammen mit Köchinnen, Köchen und Soul-Food- Experten, die unsere Vision hochwertiger und nachhaltig angebauter Gewürze unterstützen, haben wir zahlreiche neue Mischungen entwickelt.

Dann werden wir im April nach Peru reisen, um in den Hochebenen der Anden Inka-Kleinbauern zu treffen, die seltene Kräuter und viele Chiles anbauen, darunter den legendären aber seltenen weißen Habanero, den König aller Schärfen! Diese möchten wir in unser Sortiment aufnehmen, um euch einerseits neue Geschmacksensationen zu offerieren und andererseits die Familien in den Anden langfristig zu unterstützen.

Und in Deutschland und der Schweiz planen wir spannende Events rund um das Thema Gewürze. Am 14. Februar veranstalten wir in der NR Küche in Berlin einen aphrodisierenden Gewürz-Abend, für dessen Nachwirkungen wir leider keine Verantwortung übernehmen können!

In der Folge werden wir Veranstaltungen in verschiedenen Großstädten in Deutschland und der Schweiz durchführen – mehr dazu in den kommenden Wochen.

Wir danken euch allen für das Interesse an SoulSpice und freuen uns darauf, euch über unsere Fortschritte, neuen Produkte und Projekte weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Und selbstverständlich sind wir sehr dankbar für eure Feedbacks, eure Anregungen, Fragen und gerne auch eure Kritik! Schreibt uns bitte unter info@soul-spice.com

Bone Berlin

Wir stellen regelmäßig Freunde und Partner vor, die unsere Visionen teilen und mit uns zusammenarbeiten. Heute beginnen wir mit Bone.BERLIN – geführt von Stefan Endres und Wolf Siems.

Als Nachbarn in der Markthalle Neun sehen wir sie jeden Tag. Sie zaubern neue Gerichte hervor, probieren überraschende Kombinationen aus und fusionieren verschiedene Küchen zu fantastischen Gerichten. Sie teilen unsere Leidenschaft für Geschmack, unsere Philosophie für Transparenz und unser Engagement, Bio-Bauern zu unterstützen.

Ihr kulinarisches Wissen haben sich Wolf und Stefan während unzähliger Reisen in der ganzen Welt erworben. Ohne Vorurteile suchten sie nach neuen Aromen und lernten so seltene Kräuter und Gewürze in mannigfachen Verarbeitungen kennen. Sie interessieren sich speziell dafür, wie in anderen Kulturen Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch völlig unterschiedlich kombiniert werden. Aus dieser Entdeckerfreude wurde eine kulinarische Spielfreude, die sich heute in geschmacklich komplexen, intensiven und anregenden Gerichten täglich neu erleben lässt.

SoulSpice-Kochevent mit Bone.BERLIN

Wir werden unser erstes SoulSpice-Kochevent mit Bone.BERLIN organisieren, und zwar zum Thema Gewürze als Aphrodisiakum. Wolf sagte uns, was seine Lieblingsgewürze sind, um die Gerichte und auch die Nächte würziger zu machen:

Chili, weil es anregt und belebt. Muskat, weil es in vielen Gerichten eine Tiefe schafft und die Empathie steigert. Vanille wird meist für Süßspeisen benutzt, ist aber genauso gut für das Würzen herzhafter Speisen geeignet. Sie ist frisch und hat eine entspannende Wirkung. ‚Das Wichtige bei Gewürzen ist – wie bei vielem im Leben – die Dosis:‘ Capsaicin, der Wirkstoff im Chili, hat durchblutungsfördernde Eigenschaften, die in hohen Mengen schmerzhaft sind (Pfefferspray) und in geringen Dosen anregend wirken. Es gilt hier wie meist der Spruch von Paracelsus ‚Sola Dosis facit venenum‘ (Allein die Dosierung macht das Gift).“

Gewürze sind besonders wichtig in Bone.BERLINs Küche. Wolf hat uns seinen Tipp für den guten Einsatz von Gewürze verraten: „Natürlich nicht zu viel aber auf gar keinen Fall zu wenig. Wir selbst gehen mit Gewürzen großzügig um. Sie spielen bei uns zur Begleitung von Fleisch, Fisch oder Gemüse keine untergeordnete Rolle. Wir sehen sie eher auf Augenhöhe und probieren gern und häufig neue Kombinationen.“

Wolf im NR-Kitchen

Soulspice - Bio-GewürzeAm 14. Februar wird Wolf sein Wissen in der NR-Kitchen in Berlin mit euch teilen: Er wird die luststeigernden Wirkungen von Gewürzen erklären und bei verschiedenen Koch-Demonstrationen vorführen, wie man Gewürze kreativ kombinieren kann. Vanille wird in Essig infundiert, Chili wird das Mango-Dessert würzen…. das Menü enthält jedenfalls einige spannende Überraschungen.

Erfahre mehr und registriere Dich zu unserem Event auf: www.eventbrite.com

Sinnliche Gewürze

 

Wer kennt sie nicht, die berühmte Liebesgeschichte von Tristan und Isolde? An deren Anfang steht ein Liebestrank, den Isoldes Mutter mit Kräutern und Gewürzen braut, damit ihre Tochter in ewiger Liebe zum künftigen Mann entflamme. Wie genau sich dieser Trank zusammensetzte, wissen wir glücklicherweise nicht, aber ein Teil unserer Gewürze war gewiss dabei!

Seit Jahrhunderten werden Gewürze in der ganzen Welt als Aphrodisiakum verwendet und gepriesen: Minze, Zimt, Kardamom, Ingwer, Safran und Vanille. Man begegnet ihnen in mittelalterlichen Rezepturen für Liebespülverchen, findet sie aber auch auf dem Index verbotener Stoffe in Klöstern. Bei Mönchen und Nonnen wollte man nicht unnötig die Sinne wecken. Denn genau das bewirken gewisse Gewürze, indem sie Puls und Durchblutung erhöhen.

Hier ist unsere Auswahl von 5 Gewürzen die nicht nur Ihre Speisen, sondern auch Ihre Nächte würzen! Aber machen Sie es nicht so wie Isolde, die den Liebestrank mit dem Falschen teilt, was nicht wirklich gut endet. Seien Sie also vorsichtig, denn wir können unmöglich die Verantwortung für die unglücklichen Liebesgeschichten übernehmen, die von unseren Gewürzen ausgelöst werden können!


Ingwer gemahlen Gewürz - Bio-Ingwer

Ingwer: Ingwer erhöht die Durchblutung und die Körpertemperatur. Schon die berühmte französische Comtesse du Barry, Mätresse von Ludwig XV. und vielen andern, verabreichte ihren Liebhabern Ingwer, um deren Verlangen und Lust zu erhöhen. Ingwer kann in Detox-Tee, Golden Milk, Ingwer-Bouillon und zum Würzen vor allem von Fleischgerichten verwendet werden.

Unsere 3 überraschenden Ingwer-Partnerschaften:

  • Ingwer und Gurke: Ingwer wirkt wie Schmuck in Salaten, Suppe oder Saucen der etwas alltäglichen Gurke.
  • Ingwer und Kohl: Beim Kochen verliert der Kohl etwas von seiner Würzigkeit, Ingwer bringt sie zurück!
  • Ingwer und Südfrüchte: Für Orangen, Aprikosen Mangos, süss oder salzig, ist Ingwer der herausfordernde Gewürzpartner in Gebäcken, Saucen und Desserts!

Ganze Chili, Chili-GewürzChili: Das Capsaicin im Chili bringt Körper und Blut in Wallung. Es setzt im Gehirn auch Endorphine frei, sogenannte Wohlfühlhormone. Chili steigert das sexuelle Verlangen und führt zu geröteter Haut, geschwollenen Lippen und bei sehr scharfem Chili auch zu Schweissausbrüchen.

In der Geschichte wurde Chili von mehreren Kulturen nicht nur als Aphrodisiakum, sondern auch als Anästhetikum verwendet, um chronische Schmerzen zu lindern. Der mexikanische Kaiser Moctezuma soll seine Schokolade mit Chili getrunken haben, um seine Zunge zum Tanzen zu bringen, bevor er seine Mätressen aufsuchte.

Unsere 3 überraschenden Chili-Partnerschaften:

  • Chili und Frischkäse: Chili reisst Ziegenkäse, Ricotta, Hüttenkäse aus ihrem behutsamen Dasein.
  • Chili und Ananas: Ananasstücke mit Chilipulver und Salz vermischen. Ein verführerisches Salatwunder als Vorspeise oder Nachtisch!
  • Chili und Broccoli: Broccoli-Röschen mit zerstossenem Chile im Öl rösten. Sie entdecken ein neues Gemüse, das es in sich hat!

Ganze Muskatnuss - Bio-GewürzMuskatnuss: Muskatnuss wird seit mehr als 5000 Jahren wegen seiner medizinischen Eigenschaften verwendet. Die Araber benützten sie vornehmlich für die Behandlung von Übelkeit, Atemnot und sogar Hauterkrankungen. Die Hindus schätzten das Gewürz als sexuelles Stimulans vor allem bei Männern mit schwach gewordener Libido.2005 wurde die alte Hindu-Weisheit wissenschaftlich mindestens für die Ratten bestätigt, denn es wurde nachgewiesen, dass die Muskatnuss in richtiger Dosierung die Libido des Ratten-Männchen erhöht.

Die Muskatnuss kennt man auch als Betäubungsmittel. In hohen Dosierungen wirkt sie halluzinogen und kann sogar zum Tod führen. Da wollen wir es doch lieber bei den kleineren Dosierungen der Gewürzküche belassen!

Unsere 3 überraschenden Muskatnuss-Partnerschaften:

  • Muskatnuss und Äpfel: Apfelmus mit etwas Honig und frischem Muskat mischen, ein süss-würziges Versprechen.
  • Muskatnuss und Avocado: Als Sauce oder Salat (z.B. mit Meerfrüchten) ist das Gericht ein Testosteronstoss!
  • Muskatnuss und Aubergine: Frittierte Auberginen, bestreut mit frisch geriebener Muskatnuss, sind eine einladenden Aperitif-Beilage.

Kardamom ungemahlen, Bio-GewürzKardamom: Kardamom, auch als „Königin den Gewürzen“ bekannt, hat eine wärmende und durchblutende Wirkung, was dem Gewürz wohl auch zu seinen Eigenschaften als Aphrodisiakum verhilft. Für diese Wirkung könnte aber der hohe Cineol-Gehalt des Kardamoms verantwortlich sein. Im Tierreich werden die Männchen mehrerer Arten von einer hohen Cineol-Mengen angezogen.

In Indien kauen Frauen und Männer oft Kardamom, um einen frischen Atem zu haben.

Unsere 3 überraschenden Kardamom-Partnerschaften:

  • Kardamom mit Milch: Milch mit Kardamom und Zimt aufkochen, ziehen lassen, abseihen und nach Belieben süssen. Das diskrete Aphrodisiakum
  • Kardamom mit Banane: Eine harmonische Partnerschaft in Gebäcken, Desserts oder orientalischen Gerichten.
  • Kardamom mit Wurzelgemüse: Für Möhren, Pastinaken ist Kardamom ein anspruchsvoller Partner mit aufreizender Wirkung.

Vanilleschote - Bio-VanilleVanille: Dieser süße Stengel erhöht als mildes Stimulans die sexuelle Erregung. Schon im 18. Jahrhundert wird Vanille von Ärzten und Alchemisten empfohlen, um die männliche Potenz zu verbessern.

Im prähispanischen Mexiko, dem Ursprungsland der Vanille, wurde die Pflanze hauptsächlich in Verbindung mit Kakao verwendet. Das ohne Zucker getrunkene Chocolatl, eine ungesüßte heiße Schokolade, war nur privilegierten Schichten zugänglich. Um dem Getränk die Bitterkeit zu nehmen, mischte man ihm Vanille bei.

Unsere 3 überraschenden Vanille-Partnerschaften:

  • Vanille und Tomate: Die Vanille kitzelt in Tomatengerichte eine spezielle Würzigkeit heraus.
  • Vanille und Kaffee: Mit Vanilleeis oder Vanille-Zucker wird Kaffee zum verführerischen Edelgetränk.
  • Vanillebutter und gebratenes Fleisch: Vanille in gesalzene Butter binden und in geringen Mengen über dem gebratenen Fleisch schmelzen lassen. Eine ambivalente Partnerschaft!

Unser Tipp: der SoulSpice Chai-Tee kombiniert Ingwer, Kardamom, Zimt, Pfeffer und Muskatblüte… Das Kombi-Aphrodisiakum für den perfekten Abschluss jedes Abendessens.

Der indische Safran: Kurkuma

Kurkuma wird heute auch in Europa immer bekannter und als besonderes Gewürz gepriesen. In den Ursprungsländern von Kurkuma sind ihre vielen positiven Wirkungen schon längst bekannt: Während unserer Reisen sowohl in Sansibar als auch in Indien erzählten uns die Bauern, dass sie beinahe täglich Kurkuma verwenden. Kurkuma gibt dem Reis eine schöne Farbe, es ist eine der Hauptzutaten von Curry–Mischungen, und wenn die Bauern Magenproblemen haben, essen sie sogar ein kleines Stück der frischen und sehr bitteren Kurkumawurzel.

Die ersten Erwähnungen von Kurkuma finden sich im siebten Jahrhundert nach Christus in der chinesischen und indischen Medizin, wo sie als Heilmittel betrachtet und bei Beschwerden und Krankheiten wie Fieber, Bronchitis, parasitische Würmer oder Nierenentzündung verabreicht wurde. Heute wird Kurkuma hauptsächlich in der Gastronomie verwendet: Sie wird auch Indischer Safran genannt und ist eine Komponente aller Currys.

Was ist Kurkuma und wo kommt es her?

SoulSpice - Bio-GewürzeKurkuma ist ein Rhizom, das sich aus dem unterirdischen Stamm entwickelt (ähnlich wie Ingwer). Nach dem Ausgraben wird das Rhizom gekocht, geschält, getrocknet und pulverisiert. Kurkuma wird an vielen Orten angebaut – die SoulSpice-Kurkuma kommt aus Indien, wo sie zwischen Februar und April geerntet wird, etwa 8 Monate nach der Anpflanzung.

Wieso ist Kurkuma gut für die Ernährung?

2 Gramm Kurkumapulver decken 9 % des täglichen Bedarfs an Mangan und 7 % des Bedarfs an Eisen ab. Schon geringe Mengen des Gewürzes reichen aus, um den Geschmack einer Speise zu verstärken. Und seine Nährstoffe haben es in sich: Kurkuma enthält Antioxidantien und bereichert die tägliche Ernährung mit hohen Anteilen von Curcuminoid, das dem Gewürz auch seine gelbe Farbe verleiht. Die Kombination von Kurkuma und schwarzem Pfeffer ist besonders empfehlenswert, weil der Wirkstoff Piperin, der dem Pfeffer die Schärfe verleiht, die Aufnahme des Curcuminoids verbessert.

Wie wirkt sich Kurkuma auf die Gesundheit aus?

Dank ihrer antioxidativen Eigenschaften, bekämpfen Curcuminoide die freien Radikalen, die verantwortlich sind für den „oxidativen Stress“ im Körper. Bei einer langfristigen Einnahme soll Kurkuma – gemäß verschiedenen Studien – das Krebsrisiko senken. Epidemiologische Studien zeigen, dass bestimmte Arten von Krebs (Darm-, Brust-, Prostata-, Lungenkrebs) seltener vorkommen in asiatischen Ländern wie Indien, wo Kurkuma täglich konsumiert wird.

Außerdem fördert Kurkuma die Verdauung, indem sie die Sekretion der Galle erhöht.

Empfohlene Dosierung für die wirkungsstarke Verwendung von Kurkuma: Dreimal Mal pro Woche einen Teelöffel Kurkuma verkochen und einnehmen.

Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr!

Januar. Die Weihnachts- und Partyzeit ist vorbei, Magazine und Blogs verordnen Detox; dieses Mal gilt es die guten Vorsätze wirklich umzusetzen, die Tage sind kurz und kalt, die Nächte lang, und der nächste Sommer scheint noch unendlich weit weg…

Kein Wunder also, dass viele den Januar überhaupt nicht mögen. Für unser SoulSpice–Team jedoch hat der erste Monat im neuen Jahr seinen besonderen Reiz. Es ist ein Neuanfang und eine ideale Zeit, um Kräfte zu sammeln sowie Körper und Geist auf den Winter einzustellen. Denn dieser fängt jetzt erst richtig an!

Aber wir unterziehen uns keiner strengen Diät und wollen noch weniger auf alles verzichten, was wir gerne essen. Damit würden wir uns den Januar ja tatsächlich unerträglich machen! Vielmehr setzen wir auf die Kräfte der Natur, nämlich auf die heilende Wirkung von Pflanzen und vor allem von Gewürzen.

Dafür haben wir uns mit Ayurveda beschäftigt, der uralten Wissenschaft (Ayur) des Lebens (Veda). In Indien wird Ayurveda seit Jahrtausenden praktiziert und ist auch heute nach wie vor fester Bestandteil der Kultur. Beim ayurvedischen Ansatz sind die Prävention und die Erhaltung des individuellen Idealzustandes von zentraler Bedeutung.

Daher werden wir den Januar nützen, um unser Immunsystem zu stärken, unseren Stoffwechsel anzukurbeln und neue Energien zu tanken. Je kälter es ist, desto wärmender sollte man sich nach Ayurveda ernähren, d.h. warme Speisen zu sich nehmen, aber auch Nahrungsmittel mit einer grundsätzlich wärmenden Wirkung bevorzugen. Unser Wundermittel in dieser kalten Jahreszeit heißt deshalb Kurkuma – ein reines Zaubergewürz. Warum das so ist und wie die Kurkuma-Kräfte wirken , werden wir in unseren nächsten Beiträgen ausführen.

In diesem Sinne wünschen wir allen einen guten Start ins neue Jahr!

Soulspice in der Markthalle Neun

Am 26. November eröffnete unser Soulspice Store in der Kreuzberger Markthalle Neun. Dort könnt Ihr ab jetzt alle unsere Gewürze entdecken, riechen, schmecken und natürlich auch kaufen. Außerdem bieten wir eine wechselnde Auswahl kleiner Gerichte an, damit man die Gewürze „in Aktion“ erleben kann. Echtes Soulfood also. Lasst Euch überraschen, es wird lecker, versprochen!

Etwas wirklich Außergewöhnliches haben wir uns für den Donnerstagabend überlegt. Dann findet in der Markthalle Neun der berühmte „Street Food Thursday“ statt und unser Laden verwandelt sich in eine Cocktail Bar. Zusammen mit unseren Freunden von Spreewood Distillers servieren wir euch selbstentwickelte Cocktail-Kreationen, in denen natürlich auch unsere Gewürze zum Einsatz kommen. Klingt gewöhnungsbedürftig? Keine Sorge, es funktioniert hervorragend.

Dass wir uns für die Markthalle Neun als Standort entschieden haben, ist übrigens alles andere als ein Zufall. Wir konnten uns schlicht keinen besseren Ort für unseren Laden vorstellen. Mit ihrer kleinteiligen Mischung aus lokalen Händlern und Erzeugern sowie dem Fokus auf regionale, saisonale und fair gehandelte Produkte passt die Markthalle Neun perfekt zu unserem Ansatz. Und dann ist die Markthalle natürlich auch einfach ein wunderschöner Ort, an dem man gerne Zeit verbringt. In diesem Sinne: Kommt uns doch mal besuchen.

Für die Weihnachts-Bäckerei: Rezeptideen mit Zimt

Besonders in der kalten Jahreszeit erwärmt Zimt unsere Seele und den Körper. In der indischen und orientalischen Küche wird Zimt für herzhafte Fleischgerichte und Eintöpfe verwendet. Hierzulande kommt es am häufigsten als Gewürz zur Weihnachtszeit beim Backen zum Einsatz und verfeinert Süßspeisen, Tees und Glühwein.

Unsere drei Lieblingsrezepte zur Weihnachtszeit wollen wir euch hier vorstellen.

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Kleine Gewürzkunde Teil 1: Zimt

 

Jeder kennt die kleinen braunen Röllchen, aber wo kommen die eigentlich her? Aristoteles glaubte, Zimt werde von Zimtvögeln gesammelt, die aus den wohlriechenden Stangen ihre Nester bauen. Tolle Geschichte; stimmt aber leider nicht.

Tatsächlich handelt es sich beim Zimt um die Rinde des Zimtbaumes – ein Lorbeergewächs, das ursprünglich aus Ceylon, dem heutigen Sri Lanka stammt. Für die Gewinnung des Zimts werden ausschließlich junge Äste geerntet und über Nacht in Matten aufbewahrt. Dadurch setzt eine natürliche Fermentation ein, die dem Zimt sein typisches Aroma verleiht. Anschließend wird die Rinde abgeschält und in der Sonne getrocknet. Dabei rollt sie sich auf und die typischen Zimtstangen entstehen.

Zimt ist nicht gleich Zimt

Es gibt viele Arten von Zimt, aber nur einige davon werden als Gewürz verwendet. Bei uns sind von allem zwei Gattungen im Handel erhältlich: Ceylon-Zimt (Caneel) und China-Zimt (Cassia). Sie unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihrer Herkunft, sondern auch im Hinblick auf Geschmack und Inhaltsstoffe. Ceylon-Zimt ist die edelste Zimtsorte überhaupt, er duftet blumig und zart, sein Geschmack ist warm und leicht süßlich. Weil Ceylon Zimt teuer ist, kommt in der Lebensmittelindustrie meist der günstigere Cassia-Zimt zum Einsatz. Sein Geschmack ist herber, schärfer und durch einen höheren Anteil an Gerbstoffen etwas bitter. Außerdem enthält Cassia-Zimt den Pflanzenstoff Cumarin, der in höheren Dosen gesundheitsschädlich ist. Dass wir für unseren Soulspice Zimt ausschließlich besten Ceylon-Zimt verwenden, versteht sich hoffentlich von selbst.

Die dunkle Vergangenheit des Zimt

Zimt aus SansibarWie bei vielen Gewürzen ist auch die Geschichte des Zimt geprägt von Kolonialismus und Ausbeutung. 1502 brachte Vasco da Gama den ersten Zimt nach Europa, wo er schnell zu einem der begehrtesten und kostbarsten Gewürze wurde. Um den Nachschub nicht abreißen zu lassen, eroberten die Portugiesen kurzerhand Ceylon und erlegten den örtlichen Herrschern einen jährlichen Tribut von 125 Tonnen Zimt auf. In den folgenden Jahrhunderten stand die Insel mal unter niederländischer, mal unter britischer Herrschaft. Was sich leider nicht änderte, waren die butalen Methoden, mit denen die Europäer ihr Zimtmonopol aufrechterhielten. Erst 1947 endete die Kolonialzeit auf Sri Lanka.

Uns ist es wichtig, die Geschichte unserer Gewürze nicht zu vergessen und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Auch deshalb haben wir Soulspice gegründet. Unser Ceylon Zimt stammt übrigens nicht aus Sri Lanka, sondern aus Sansibar, einer Inselgruppe vor der Ostküste Afrikas. Dort arbeiten wir sehr eng mit der Familie von Rizwan Ali und anderen Kleinbauern zusammen, die auf traditionelle Weise Zimt anbauen. Dank ihrem Wissen und Können schmeckt unser Zimt so wunderbar, und deshalb finden wir es nur fair, dass sie einen fairen Anteil an der Wertschöpfung erhalten. So können wir alle mit gutem Gewissen dieses wundervolle Gewürz genießen.